Japans größter börsennotierter Bitcoin-Halter ändert seine Taktik. Nach massiven Buchverlusten durch den jüngsten Krypto-Abschwung begnügt sich Metaplanet nicht mehr mit dem reinen Ansammeln der digitalen Währung. Stattdessen baut das Unternehmen nun mit eigenen Tochtergesellschaften und Millioneninvestitionen ein aktives Ökosystem auf, um sich aus der Abhängigkeit reiner Kursentwicklungen zu lösen.
Vom reinen Käufer zum Investor
Den ersten konkreten Schritt markiert eine geplante Investition von 2,5 Millionen US-Dollar in JPYC Inc., den ersten in Japan registrierten Herausgeber eines Yen-gedeckten Stablecoins. Der Deal soll im April abgeschlossen werden. Parallel dazu hat der Vorstand die Gründung zweier neuer Tochtergesellschaften beschlossen: Metaplanet Ventures und eine in Miami ansässige Vermögensverwaltung. In den kommenden zwei bis drei Jahren will das Unternehmen rund 25 Millionen US-Dollar in Start-ups stecken, die an der finanziellen Infrastruktur rund um Bitcoin arbeiten.
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Dieser Vorstoß kommt zu einer Zeit deutlicher finanzieller Anspannung. Seit acht Wochen hat Metaplanet keine neuen Bitcoins mehr erworben. Ein Blick auf die Bilanz erklärt diese Zurückhaltung: Das Unternehmen kaufte im Jahr 2025 aggressiv ein und hält mittlerweile 35.102 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 107.000 US-Dollar. Aktuell sitzt Metaplanet damit auf einem Buchverlust von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Allein im vergangenen Jahr verbuchte die Firma einen Nettoverlust von 605 Millionen US-Dollar.
Anleger bleiben skeptisch
Die Börse reagierte zunächst kühl auf die Expansionspläne. Am Tag der Ankündigung fiel der Aktienkurs um über drei Prozent und weitete das Minus seit Jahresbeginn 2026 auf 25 Prozent aus. Analyst Musheer Ahmed von Finstep Asia sieht in dem Vorstoß zwar Potenzial für die lokale Blockchain-Szene, warnt aber gleichzeitig vor dem Klumpenrisiko. Da sowohl die Reserven als auch die neuen Dienstleistungen an Bitcoin hängen, bleibt das Unternehmen extrem anfällig für Schwankungen dieser einzigen Anlageklasse.
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Hoffnung macht dem Management hingegen die japanische Politik. Dort wird erwartet, dass Kryptowährungen bis Januar 2028 als regulierte Finanzanlagen eingestuft werden. Ein wichtiger Treiber könnte dabei eine Senkung der Steuer auf Krypto-Gewinne von derzeit bis zu 55 Prozent auf etwa 20 Prozent sein.
Kurzfristig wird der Strategiewechsel die Bilanzen kaum verändern. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Metaplanet keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen durch die neuen Tochtergesellschaften. Das Management rechnet mit einem operativen Gewinn von 74 Millionen US-Dollar, verzichtet wegen der Preisvolatilität aber auf eine Nettogewinnprognose. Trotz der aktuellen Belastungen hält das Unternehmen an seinem ursprünglichen Kernziel fest: Bis Ende 2026 sollen die Bitcoin-Reserven auf 100.000 Stück anwachsen.
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