Heute hält Metaplanet seine 27. Hauptversammlung ab — und die Tagesordnung hat es in sich. Neben einer grundlegenden Neustrukturierung der Unternehmensführung steht ein Bitcoin-Forum mit bis zu 5.000 Teilnehmern auf dem Programm. All das geschieht, während die Aktie seit Jahresbeginn rund 25 Prozent verloren hat.
Neues Führungsmodell für den Vorstand
Der zentrale Beschluss der Hauptversammlung betrifft den Wechsel zu einem Drei-Komitee-Modell mit separaten Gremien für Nominierung, Prüfung und Vergütung. Das bisherige Aufsichtsratsmodell wird damit aufgelöst. Alle aktuellen Direktoren und Wirtschaftsprüfer scheiden mit Ende der Sitzung aus ihren Ämtern aus.
CEO Simon Gerovich wechselt in die Rolle des Director and Representative Executive Officer. Die Änderung schafft eine klarere Trennung zwischen Aufsichts- und Leitungsfunktionen — ein Schritt, der auf internationale Governance-Standards ausgerichtet ist.
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Die Neustrukturierung hat auch Folgen für die Aktionärsstruktur. Eine Privatplatzierung neuer Aktien, die zum 31. März wirksam wird, verwässert bestehende Anteile. Der bisherige Großaktionär Capital Research and Management Company verliert dadurch seinen Status als größter Einzelaktionär: Sein Stimmrechtsanteil sinkt von 10,18 auf 9,32 Prozent.
Bitcoin-Strategie mit konkreten Zielen
Einen Tag vor der Hauptversammlung hatte Metaplanet die Konvertierungsrechte für zwei Warrant-Serien ausgesetzt — die 23. und 24. Serie bleiben bis Dezember 2027 eingefroren. Damit werden Bezugsrechte auf bis zu 210 Millionen Aktien vorübergehend blockiert. Ziel ist es, den Kapitalmarkt nicht gleichzeitig aus mehreren Quellen mit neuen Aktien zu fluten, während die kürzlich emittierte 27. Warrant-Serie im Vordergrund steht. Diese war Kern einer Finanzierungsrunde, die rund 255 Millionen US-Dollar von institutionellen Investoren einbrachte.
Für weitere Bitcoin-Käufe zwischen April 2026 und März 2028 plant das Unternehmen ein Budget von bis zu 56,9 Milliarden Yen (rund 357 Millionen US-Dollar). Aktuell hält Metaplanet 35.102 BTC und peilt bis Ende 2026 einen Bestand von 100.000 BTC an.
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Für das laufende Geschäftsjahr strebt das Management einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und ein operatives Ergebnis von 11,4 Milliarden Yen an. Eine Nettogewinnprognose gibt es bewusst nicht — zu groß ist die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs.
Aktie unter Druck, Forum als Signal
Im Anschluss an die Hauptversammlung richtet Metaplanet das „Japan Bitcoin Future Forum“ aus. Die Veranstaltung soll Unternehmensvertreter, politische Entscheidungsträger und internationale Akteure zusammenbringen, um Japans Rolle im globalen digitalen Finanzwesen zu diskutieren.
Der Kursrückgang von 25 Prozent seit Jahresbeginn und das Unterschreiten des 200-Tage-Durchschnitts von 746 Yen zeigen, dass der Markt die ambitionierte Strategie bislang skeptisch bewertet. Ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 150 Millionen Aktien bis Oktober 2026 existiert zwar — im Februar wurden jedoch keine Anteile zurückgekauft. Erste belastbare Finanzdaten nach dem Governance-Umbau liefert der Quartalsbericht am 19. Mai 2026.
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