Die japanische Bitcoin-Treasury-Firma Metaplanet legte am Donnerstag an der Tokioter Börse zu, obwohl das Unternehmen mit unrealisierten Verlusten von über 1,2 Milliarden Dollar auf seine Krypto-Bestände kämpft. Anleger reagierten auf die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr und angekündigte Dividendenpläne – doch die Bewertung bleibt unter Druck.
Deutlicher Gewinnanstieg erwartet
Metaplanet rechnet für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr mit Umsätzen von 16 Milliarden Yen und einem operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen. Das entspräche einem Umsatzplus von rund 80 Prozent und einem Anstieg des Betriebsgewinns um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Kontrast zum Gesamtjahr 2025 ist deutlich: Damals verbuchte das Unternehmen Erlöse von 8,9 Milliarden Yen, aber einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen. Hauptursache war eine buchhalterische Abwertung der Bitcoin-Bestände um 102,2 Milliarden Yen – eine Folge der japanischen Mark-to-Market-Bilanzierungsregeln.
Der operative Gewinn stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings um 1.694 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen. Verantwortlich dafür waren vor allem Prämieneinnahmen aus Bitcoin-Put-Optionen, die von 691 Millionen auf 7,98 Milliarden Yen hochschnellten.
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Dividende trotz Rekordverlust
Parallel zur Prognose kündigte Metaplanet vierteljährliche Dividendenzahlungen für seine Vorzugsaktien der Klasse B an – unter dem Namen „MERCURY“ geführt. Die Firma nutzt mittlerweile zwei Klassen unbefristeter Vorzugsaktien: „MARS“ (Klasse A, nicht wandelbar, variable Dividende von 1-8 Prozent) und „MERCURY“ (Klasse B, wandelbar, fixe Dividende von 4,9 Prozent). Die MERCURY-Emission brachte durch eine Privatplatzierung 21,2 Milliarden Yen ein.
Während Vorzugsaktionäre Ausschüttungen erhalten, tragen Stammaktionäre die Verwässerung aus jüngsten Kapitalerhöhungen und Optionsscheinen.
CEO verteidigt Bitcoin-Strategie
CEO Simon Gerovich sah sich zuletzt anonymer Kritik ausgesetzt. Ihm wurde vorgeworfen, Bitcoin zu ungünstigen Zeitpunkten gekauft und Finanzierungsbedingungen unzureichend offengelegt zu haben. Am 20. Februar wies Gerovich auf X die Vorwürfe zurück: Alle Bitcoin-Adressen seien öffentlich einsehbar, Aktionäre könnten die Bestände über ein Live-Dashboard verfolgen.
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Gerovich räumte ein, dass die Käufe im September mit einem „lokalen Hoch“ zusammenfielen, betonte aber, dass das Unternehmen systematisch akkumuliere und nicht spekulativ handle.
Analystenbewertung bleibt gemischt
Cantor Fitzgerald hielt am 23. Februar an seiner Übergewichten-Einstufung für Metaplanet fest, hatte das Kursziel jedoch fünf Tage zuvor gesenkt. Die Aktie ist seit ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.930 Yen um rund 85 Prozent auf zuletzt etwa 300 Yen gefallen. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 284 Yen. Das Verhältnis von Marktwert zu Nettoinventarwert (mNAV) schrumpfte auf knapp über 1x – nach Höchstständen von über 10x Anfang 2025 und 20x im Jahr 2024.
Bitcoin-Bestände und Expansionspläne
Mit 35.102 BTC zählt Metaplanet zu den vier größten börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit, hinter Strategy (ehemals MicroStrategy), MARA Holdings und Twenty One Capital. Der durchschnittliche Einstandskurs liegt bei rund 107.000 Dollar pro Bitcoin – deutlich über dem aktuellen Marktpreis von etwa 67.000 bis 68.000 Dollar.
Im Rahmen des „555 Million Plan“ will das Unternehmen bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis 2027 auf 210.000 BTC aufstocken. Dafür müssten rund 175.000 weitere Bitcoin erworben werden.
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