Micron Technology plant in Taiwan höhere Arbeitgeberbeiträge zur Altersvorsorge, zusätzliche bezahlte Urlaubstage und höhere Schichtzulagen. Das berichtete Reuters am 22. Oktober. Die Maßnahmen gehören zu den angekündigten Änderungen bei den Mitarbeiterleistungen; weltweit will Micron ab dem Geschäftsjahr 2027 zudem vierteljährliche Zahlungen einführen, die an die Unternehmensleistung gekoppelt sind.

Arbeitskonflikt an einem Standort

Am 22. Oktober legten Beschäftigte des Micron-Werks in Taoyuan nach gescheiterten Verhandlungen für 24 Stunden die Arbeit nieder. Medienberichten zufolge hatte das Unternehmen zuvor am 21. Oktober eine separate Vereinbarung mit der Gewerkschaft in Taichung erzielt.

Die angekündigten höheren Arbeitgeberbeiträge, zusätzlichen Urlaubstage und Schichtzulagen betreffen Taiwan. Für die geplanten leistungsabhängigen Quartalszahlungen nennt Reuters dagegen einen weltweiten Geltungsbereich.

Serienproduktion der nächsten DRAM-Generation geplant

Bei seiner Technologieplanung hatte Micron am 21. Oktober in einem Webinar die Entwicklungspfade für DRAM, HBM und NAND vorgestellt. Das Unternehmen will die Skalierung von DRAM mit einer Zellfläche von 6F² fortsetzen und zugleich 3D-DRAM entwickeln. Für die Serienproduktion von 1-delta-DRAM nennt Micron die zweite Jahreshälfte 2027 als Ziel.

Auf der Nachfrageseite verwies Bank of America am Montag nach Gesprächen mit der Unternehmensführung auf die erwartete Verknappung des Speicherangebots. Medienberichten zufolge bestätigte das Analysehaus seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 1.550 $. Die Analysten rechnen für 2027 bis 2028 mit einem knapperen Angebot und verwiesen außerdem auf länger laufende Liefervereinbarungen mit Kunden.

Einen weiteren Hinweis auf die erwartete Marktlage lieferte SK hynix gestern mit seinen Rekordergebnissen für das dritte Quartal. Das Unternehmen erwartet, dass die Speichernachfrage das Angebot bis 2030 übersteigen wird.