Der globale DRAM-Markt steuert auf eine strukturelle Engpasssituation zu, die laut Branchenexperten bis 2030 andauern könnte — und Micron sitzt genau an der richtigen Stelle der Wertschöpfungskette. Die Aktie hat seit ihrem Jahrestief im April 2025 mehr als 500 Prozent zugelegt und notiert aktuell knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Angebot deckt nur 60 Prozent der Nachfrage
Die Zahlen sind eindeutig: Bis Ende 2027 werden DRAM-Hersteller laut Nikkei Asia nur rund 60 Prozent der globalen Marktnachfrage bedienen können. Um das Gleichgewicht zu erreichen, müsste die Produktion jährlich um zwölf Prozent wachsen — tatsächlich planen die Hersteller laut Counterpoint Research aber nur rund 7,5 Prozent. SK-Group-Chef Chey Tae-won erklärte im März auf Nvidias GTC-Konferenz, der Wafer-Engpass könnte bis 2030 anhalten.
Der Grund liegt in der Physik des Produkts. Ein einzelnes Bit HBM-Speicher benötigt etwa dreimal so viel Wafer-Kapazität wie DDR5. Neue Fabrikkapazitäten brauchen Jahre bis zur Fertigstellung — der Engpass lässt sich nicht kurzfristig wegbauen.
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Microns Auftragsbuch ist voll
Microns HBM-Produktion ist für das gesamte Kalenderjahr 2026 ausverkauft, Kapazitäten für 2027 bereits vergeben, Verhandlungen für 2028 laufen. Die vierte HBM-Generation (HBM4) befindet sich in der Hochvolumenfertigung — einen Quartal früher als geplant, mit stabilen Ausbeuten.
Das schlägt sich direkt in den Finanzkennzahlen nieder. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen bereinigten Gewinn je Aktie von 12,20 Dollar — Analysten hatten 8,60 Dollar erwartet. Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar und eine Bruttomarge von rund 81 Prozent in Aussicht, nach 75 Prozent im Vorquartal. Die Nettocash-Position liegt bei 6,5 Milliarden Dollar — ein Unternehmensrekord.
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Bewertung hinkt der Realität hinterher
Trotz der starken Kursentwicklung — YTD-Plus von knapp 44 Prozent, aktueller Kurs bei 386,80 Euro — erscheint die Bewertung im Sektorvergleich komprimiert. Micron wird mit etwa dem Siebenfachen des erwarteten Gewinns gehandelt, während Nvidia auf rund das 24-Fache und Applied Materials auf etwa das 33-Fache kommen. Der Sektordurchschnitt liegt bei rund 27,5x. 25 von 28 Wall-Street-Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 543 Dollar.
Risiko: Software könnte Hardware ersetzen
Ein Gegenargument verdient Aufmerksamkeit. Alphabets TurboQuant-Algorithmus demonstriert, wie verlustfreie Datenkompression den Bedarf an Rohspeicher reduzieren kann. Wenn Hyperscaler weniger Daten zwischen GPU-Clustern transferieren müssen, sinkt der DRAM-Bedarf — unabhängig davon, wie knapp das physische Angebot ist. Ob dieser Effekt groß genug ist, um die strukturelle Nachfrage spürbar zu dämpfen, bleibt die entscheidende Variable für Microns mittelfristige Preissetzungsmacht.
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