Micron investiert 24 Milliarden Dollar in Singapur

Der US-Chiphersteller Micron kündigt die größte Einzelinvestition seiner Geschichte an, um die Produktion von NAND- und HBM-Speicherchips in Singapur massiv auszubauen und dem globalen Engpass zu begegnen.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte
  • Neue NAND-Fabrik soll 2028 die Produktion aufnehmen
  • Paralleler Ausbau der HBM-Produktion für KI-Chips
  • Wettrennen mit südkoreanischen Konkurrenten Samsung und SK Hynix

Der US-Speicherchip-Gigant Micron Technology kündigt die größte Einzelinvestition seiner Unternehmensgeschichte an. Bis 2028 will das Unternehmen 24 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Produktionsanlagen in Singapur stecken. Die Investition erfolgt als Reaktion auf eine akute globale Knappheit bei Speicherchips, die durch den KI-Boom massiv verschärft wurde.

Am Montag verkündete Micron den Spatenstich für eine neue Produktionsstätte für NAND-Flash-Speicherchips auf dem bestehenden Fertigungskomplex in Singapur. Die Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2028 mit der Wafer-Produktion beginnen. Das neue Werk wird Singapurs erste doppelstöckige Wafer-Fabrik und soll am Ende rund 700.000 Quadratfuß Reinraum-Fläche bieten.

Massive Kapazitätserweiterung gegen Chip-Mangel

Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Industrien von der Unterhaltungselektronik bis zu KI-Dienstleistern kämpfen derzeit mit einem massiven Mangel an allen Arten von Speicherchips. Der Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur hat die Nachfrage in die Höhe getrieben.

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Micron fertigt bereits heute 98 Prozent seiner Flash-Speicherchips in Singapur. Die neue Investition schafft rund 1.600 zusätzliche Arbeitsplätze – zusätzlich zu den etwa 1.400 Stellen aus früheren Expansionsplänen. Singapurs Regierung begrüßte das Projekt als Stärkung des lokalen Halbleiter-Ökosystems und der Position in globalen Lieferketten.

Parallele Offensive bei High-Bandwidth-Memory

Doch Micron setzt nicht nur auf NAND-Chips. Die bereits angekündigte Produktionsstätte für High-Bandwidth-Memory (HBM) am selben Standort läuft nach Plan und soll ab 2027 zur HBM-Versorgung beitragen. Diese hochspezialisierten Speicher werden in KI-Chips verbaut – ein Marktsegment mit explosivem Wachstum. Das Unternehmen rechnet mit Synergieeffekten zwischen der NAND- und DRAM-Produktion.

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Parallel expandiert Micron auch in Taiwan. Erst letzte Woche meldete das Unternehmen Verhandlungen über den Kauf eines Fertigungsstandorts von Powerchip für 1,8 Milliarden Dollar in bar, der die DRAM-Wafer-Produktion ankurbeln soll.

Wettrennen mit Samsung und SK Hynix

Micron steht nicht allein da. Die südkoreanischen Hauptkonkurrenten Samsung und SK Hynix haben ebenfalls neue Produktionslinien angekündigt und ziehen Produktionsstarts vor. SK Hynix will eine neue Fabrik drei Monate früher eröffnen und plant im Februar die Inbetriebnahme eines weiteren neuen Werks.

Trotz dieser massiven Ausbauoffensive warnen Analysten: Die Speicher-Knappheit könnte bis Ende 2027 anhalten. Die Investitionen von heute werden erst in Jahren greifen – während die Nachfrage jetzt schon das Angebot weit übersteigt.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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