Microsoft kündigt heute in Neu-Delhi eine Investitionsoffensive von 50 Milliarden Dollar bis 2030 an. Das Geld fließt in den Ausbau der KI-Infrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern – ein strategischer Schachzug, der die ohnehin schon massiven Investitionsausgaben des Konzerns weiter in die Höhe treibt. Während der Tech-Gigant damit seine globale KI-Dominanz zementieren will, wächst an der Wall Street die Nervosität über die beispiellose Kapitalvernichtung.
Globale KI-Expansion mit Fokus auf Schwellenmärkte
Die Ankündigung erfolgte beim India AI Impact Summit, wo Microsoft-Manager das ambitionierte Vorhaben präsentierten. Der Großteil der 50 Milliarden Dollar soll in Cloud- und KI-Rechenzentren fließen, um den Zugang zu künstlicher Intelligenz in aufstrebenden Märkten zu erweitern. Allein in Indien hatte Microsoft bereits 2025 Investitionen von 17,5 Milliarden Dollar zugesagt – ein Zeichen für die strategische Bedeutung der Region.
Parallel dazu verkündete der Konzern, sein Ziel aus 2025 erreicht zu haben: 100 Prozent des Strombedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Noelle Walsh, Leiterin der Cloud-Operationen, stellte in Dublin klar, dass Microsoft diesen Standard auch bei der weiteren Expansion halten will. 40 Gigawatt an neuer erneuerbarer Energiekapazität wurden dafür bereits vertraglich gesichert, 19 Gigawatt davon sind bereits im Netz.
Irland als Testfall für Rechenzentren-Ausbau
In Irland, wo Rechenzentren 2024 bereits 22 Prozent des nationalen Stromverbrauchs ausmachten, plant Microsoft die Wiederaufnahme gestoppter Projekte. Die irische Regierung hatte kürzlich die faktische Blockade neuer Rechenzentren aufgehoben – unter der Bedingung, dass neue Anlagen 80 Prozent ihres Strombedarfs aus zusätzlichen erneuerbaren Quellen decken. Eoin Doherty, für die EMEA-Region zuständig, sprach von „enormer“ aufgestauter Nachfrage.
Fondsmanager warnen vor Überinvestitionen
Doch die Investitionswelle sorgt zunehmend für kritische Stimmen. Laut der jüngsten Fondsmanagerumfrage der Bank of America sehen 35 Prozent der Befragten die Gefahr von Überinvestitionen – der höchste Wert seit 20 Jahren. Die Sorge: Die Kapitalrendite der Hyperscaler könnte unter dem massiven Kapitalaufwand leiden. Analysten rechnen damit, dass die großen Tech-Konzerne 2026 gemeinsam rund 650 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur pumpen werden. Die Frage ist, ob sich diese gigantischen Summen zeitnah amortisieren – oder ob der freie Cashflow der Unternehmen zunehmend unter Druck gerät.
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