Microsoft Aktie: 60-Millionen-Dollar-Deal mit Mercedes F1

Microsoft schließt einen großen Sponsoring-Deal mit Mercedes F1 ab und investiert massiv in KI, während die Aktie seit Herbst deutlich an Wert verloren hat.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Sponsoring-Vertrag mit Mercedes F1 über 60 Millionen Dollar
  • Massive KI-Investitionen in OpenAI und Anthropic
  • Aktienkurs seit Herbst um 18 Prozent gefallen
  • Nächste Quartalszahlen in sechs Tagen erwartet

Die Microsoft-Aktie hat seit Herbst deutlich an Wert verloren – doch genau jetzt könnte sich eine Einstiegschance auftun. Während die Kurse purzeln, sichert sich der Tech-Konzern einen spektakulären Sponsoring-Deal in der Formel 1. Gleichzeitig stemmt das Unternehmen Milliarden-Investitionen in KI-Technologie. Was steckt hinter dieser scheinbaren Diskrepanz?

Mercedes-Partnerschaft bringt neue Sichtbarkeit

Am Donnerstag präsentierte das Mercedes-Formel-1-Team seinen neuen W17-Boliden – mit prominentem Microsoft-Branding an Airbox und Frontflügel. Laut Sky News unter Berufung auf Sponsoring-Experten soll der Deal rund 60 Millionen Dollar pro Jahr einbringen. Mercedes, zwischen 2014 und 2021 achtmal in Folge Konstrukteursweltmeister, will mit dem silber-schwarzen Rennwagen zurück an die Spitze. Tests beginnen nächste Woche in Barcelona, bevor die Saison am 8. März in Australien startet.

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Kursrückgang trifft auf massive KI-Investitionen

Die Microsoft-Aktie büßte seit der Quartalsbilanz im Herbst 18 Prozent ein. Das Bewertungsmultipel schrumpfte um 23 Prozent, während Anleger in Halbleiter-Aktien umschichteten – der VanEck Semiconductor ETF legte im selben Zeitraum 9 Prozent zu. Doch Jefferies hält an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 675 Dollar fest.

Kann der KI-Backlog den Turnaround bringen?

Der Grund für den Optimismus der Analysten: Microsoft hat kürzlich 250 Milliarden Dollar für OpenAI und 30 Milliarden Dollar für Anthropic zugesagt. Jefferies erwartet für das zweite Geschäftsquartal den größten sequenziellen Anstieg der Remaining Performance Obligations (RPO) aller Zeiten – getrieben durch diese KI-Deals. Die Bewertung mit dem 23-fachen des erwarteten Gewinns 2027 liegt unter Amazon (24-fach) und Alphabet (25-fach).

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Allerdings dämpfen steigende Betriebskosten die Euphorie: Anthropic senkte seine Bruttogewinnmarge-Prognose für 2025 auf rund 40 Prozent – zehn Prozentpunkte unter der ursprünglichen internen Schätzung. Die Kosten für das Betreiben großer KI-Modelle auf Cloud-Infrastruktur von Google und Amazon stiegen etwa 23 Prozent stärker als erwartet.

Weitere Exits stehen an

Parallel reduziert Microsoft zusammen mit Walmart und Tiger Global sein Investment in PhonePe. Die drei Investoren wollen beim Börsengang des indischen Zahlungsdienstleisters rund 50,7 Millionen Aktien verkaufen. PhonePe verzeichnete im Halbjahr bis 30. September einen Umsatzanstieg von 22 Prozent auf 39,18 Milliarden Rupien, weitete aber den Verlust von 12,03 auf 14,44 Milliarden Rupien aus. Die nächsten Quartalszahlen von Microsoft werden in sechs Tagen am 28. Januar erwartet.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.