Die Microsoft-Aktie hat seit Herbst deutlich an Wert verloren – doch genau jetzt könnte sich eine Einstiegschance auftun. Während die Kurse purzeln, sichert sich der Tech-Konzern einen spektakulären Sponsoring-Deal in der Formel 1. Gleichzeitig stemmt das Unternehmen Milliarden-Investitionen in KI-Technologie. Was steckt hinter dieser scheinbaren Diskrepanz?
Mercedes-Partnerschaft bringt neue Sichtbarkeit
Am Donnerstag präsentierte das Mercedes-Formel-1-Team seinen neuen W17-Boliden – mit prominentem Microsoft-Branding an Airbox und Frontflügel. Laut Sky News unter Berufung auf Sponsoring-Experten soll der Deal rund 60 Millionen Dollar pro Jahr einbringen. Mercedes, zwischen 2014 und 2021 achtmal in Folge Konstrukteursweltmeister, will mit dem silber-schwarzen Rennwagen zurück an die Spitze. Tests beginnen nächste Woche in Barcelona, bevor die Saison am 8. März in Australien startet.
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Kursrückgang trifft auf massive KI-Investitionen
Die Microsoft-Aktie büßte seit der Quartalsbilanz im Herbst 18 Prozent ein. Das Bewertungsmultipel schrumpfte um 23 Prozent, während Anleger in Halbleiter-Aktien umschichteten – der VanEck Semiconductor ETF legte im selben Zeitraum 9 Prozent zu. Doch Jefferies hält an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 675 Dollar fest.
Kann der KI-Backlog den Turnaround bringen?
Der Grund für den Optimismus der Analysten: Microsoft hat kürzlich 250 Milliarden Dollar für OpenAI und 30 Milliarden Dollar für Anthropic zugesagt. Jefferies erwartet für das zweite Geschäftsquartal den größten sequenziellen Anstieg der Remaining Performance Obligations (RPO) aller Zeiten – getrieben durch diese KI-Deals. Die Bewertung mit dem 23-fachen des erwarteten Gewinns 2027 liegt unter Amazon (24-fach) und Alphabet (25-fach).
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Allerdings dämpfen steigende Betriebskosten die Euphorie: Anthropic senkte seine Bruttogewinnmarge-Prognose für 2025 auf rund 40 Prozent – zehn Prozentpunkte unter der ursprünglichen internen Schätzung. Die Kosten für das Betreiben großer KI-Modelle auf Cloud-Infrastruktur von Google und Amazon stiegen etwa 23 Prozent stärker als erwartet.
Weitere Exits stehen an
Parallel reduziert Microsoft zusammen mit Walmart und Tiger Global sein Investment in PhonePe. Die drei Investoren wollen beim Börsengang des indischen Zahlungsdienstleisters rund 50,7 Millionen Aktien verkaufen. PhonePe verzeichnete im Halbjahr bis 30. September einen Umsatzanstieg von 22 Prozent auf 39,18 Milliarden Rupien, weitete aber den Verlust von 12,03 auf 14,44 Milliarden Rupien aus. Die nächsten Quartalszahlen von Microsoft werden in sechs Tagen am 28. Januar erwartet.
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