Microsoft Aktie: Neue Prüfung

Die japanische Wettbewerbsbehörde untersucht Microsofts Cloud-Geschäft, während Investoren die hohen KI-Ausgaben und Buchhaltungspraktiken hinterfragen. Der Aktienkurs zeigt deutliche Schwäche.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Japan ermittelt gegen Azure wegen Wettbewerbsbeschränkungen
  • Aktienkurs verliert deutlich in den letzten Wochen
  • Investor Burry kritisiert KI-Abschreibungspolitik
  • Nächster Fokus liegt auf Quartalszahlen Ende April

Microsoft bekommt es gleich an mehreren Fronten mit Gegenwind zu tun. In Japan rückt die Wettbewerbshüter nun auch die Cloud-Sparte Azure ins Visier – und das in einer Phase, in der Investoren ohnehin nervös auf die steigenden KI-Kosten schauen. Warum ist ausgerechnet die Cloud-Lizenzierung plötzlich wieder ein globales Reizthema?

Japan nimmt Azure ins Visier

Am Dienstag durchsuchte die japanische Fair Trade Commission (JFTC) laut Reuters und Nikkei Asia die Microsoft-Niederlassung in Tokios Stadtteil Minato. Im Kern geht es um den Verdacht, dass Microsoft Azure-Kunden durch bestimmte Bedingungen daran gehindert haben könnte, rivalisierende Cloud-Dienste zu nutzen.

Reuters zufolge soll es dabei auch um Einschränkungen gegangen sein, die den Zugang zu beliebten Software-Produkten auf anderen Cloud-Plattformen erschweren und damit Wettbewerber ausbremsen könnten. Microsoft bestätigte über einen Sprecher in Japan, man kooperiere „vollumfänglich“ mit den Anfragen der Behörde. Brisant: Die JFTC will laut Reuters nicht nur in Japan nachbohren, sondern auch Erklärungen von der US-Mutter einholen. Inhaltlich passt das zu ähnlichen Untersuchungen, die zuletzt auch in Europa, Großbritannien, den USA und Brasilien auf die Cloud-Lizenzierung blickten.

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Stimmung dreht – trotz Belastungsfaktoren

Dass der Titel zuletzt spürbar unter Druck stand, zeigt der Blick auf die vergangenen Wochen: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie mit -15,21% deutlich im Minus. Der Kurs notiert zudem klar unter wichtigen Durchschnittswerten, was die angeschlagene technische Ausgangslage unterstreicht.

Trotzdem gab es zur Wochenmitte eine spürbare Entspannung im Tech-Sektor. Im Quelltext wird das auch mit einer Beruhigung der KI-Debatte begründet: Anthropic stellte demnach klar, dass das Claude-Ökosystem bestehende Unternehmenssoftware eher ergänzen als ersetzen solle. Das nahm einem zuvor aufgekommenen Szenario den Schrecken, wonach KI klassische Software-Anbieter großflächig verdrängen könnte.

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KI-Kosten, Bilanzdebatte – und neue Projekte

Zusätzlichen Diskussionsstoff lieferte Investor Michael Burry: Er warf Microsoft und anderen Hyperscalern laut Bericht eine aggressive Abschreibungspolitik vor, die die tatsächlichen Kosten der KI-Infrastruktur verschleiern könne. Seine These: Würden KI-Chips realistischer über 2,5 Jahre statt über längere Zeiträume abgeschrieben, sähe die Profitabilität „merklich anders“ aus. Er sprach von einer möglichen Überzeichnung der Gewinne von über 20% und projizierte bis 2028 eine kumulierte Überbewertung von Vermögenswerten in Höhe von 226 Milliarden Dollar über mehrere große Anbieter hinweg.

Gleichzeitig treibt Microsoft seine Strategie weiter voran: Gemeldet wurde eine Zusammenarbeit mit SpaceX’ Starlink, um 450 Community-Hubs in Kenia zu vernetzen. Außerdem beteiligte sich der Konzern an einer 1,2 Milliarden Dollar schweren Finanzierungsrunde des Autonomie-Start-ups Wayve (Bewertung: 8,6 Milliarden Dollar). Auf der Produktseite verwies Goldman Sachs in einer Analystennotiz auf Fortschritte beim eigenen KI-Inference-Chip „Maia 200“, der das Preis-Leistungs-Verhältnis für KI-Rechenleistung verbessern und langfristig die Marge im Azure-KI-Geschäft näher an klassische CPU-Workloads heranführen soll.

Im Kalender ist der nächste Fixpunkt klar: Am 29. April 2026 stehen die Quartalszahlen an – dort dürften vor allem zwei Punkte zählen, die derzeit alles überlagern: wie sich Azure entwickelt und ob sich die hohen KI-Investitionen bereits messbar auszahlen.

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