Für Microsoft-Aktionäre reißt die Serie negativer Schlagzeilen nicht ab. Mitten in einer Phase der Kursschwäche rücken nun japanische Wettbewerbshüter in den Fokus: Die Kartellbehörde durchsuchte in dieser Woche die Büros in Tokio. Der Vorwurf wiegt schwer und zielt auf das Herzstück der Wachstumsstrategie – die Azure-Cloud und deren Verzahnung mit der dominierenden Büro-Software.
Behörden greifen durch
Die Japan Fair Trade Commission (JFTC) statuierte am Mittwoch ein Exempel, indem sie unangekündigt die Geschäftsräume des Tech-Giganten durchsuchte. Ziel der Ermittler ist es, Beweise für mögliche wettbewerbswidrige Praktiken zu sichern. Konkret besteht der Verdacht, dass Microsoft seine Marktmacht bei Software-Lizenzen missbraucht, um Kunden in die eigene Azure-Cloud zu drängen.
Im Kern geht es um die Frage, ob Microsoft die Nutzung seiner Standard-Programme wie Teams oder Word auf Konkurrenz-Plattformen künstlich erschwert. Berichten zufolge prüfen die Beamten, ob Lizenzbedingungen so gestaltet sind, dass der Einsatz dieser Software auf anderen Cloud-Servern technisch komplizierter oder wirtschaftlich unattraktiv wird. Ein Sprecher von Microsoft Japan bestätigte die Kooperation mit den Behörden.
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Globaler Gegenwind
Der Vorfall in Tokio ist kein isoliertes Ereignis, sondern reiht sich in eine weltweite Offensive der Regulierungsbehörden ein. Ob in der EU, Großbritannien oder den USA – überall wächst das Misstrauen gegenüber den Praktiken der großen Cloud-Anbieter. Wettbewerber wie Google haben bereits formell Beschwerde eingelegt und werfen Microsoft vor, durch „strafende“ Aufschläge Kunden in einem geschlossenen Ökosystem gefangen zu halten. Für den Konzern steht viel auf dem Spiel: Sollten sich die Vorwürfe erhärten, drohen nicht nur hohe Geldstrafen, sondern erzwungene Änderungen am Geschäftsmodell.
Zahlen stark, Stimmung gedrückt
Fundamental läuft das Geschäft eigentlich solide: Der Umsatz kletterte im letzten Quartal um 17 Prozent, der operative Gewinn legte sogar noch deutlicher zu. Dennoch spiegelt der Aktienkurs diese Stärke derzeit nicht wider. Das Papier notiert seit Jahresbeginn über 16 Prozent im Minus und hat sich deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt. Aktuell kämpft der Kurs mit der Marke von 338 Euro.
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Der Markt sorgt sich weniger um die aktuellen Einnahmen, sondern um die explodierenden Kosten. Analysten blicken skeptisch auf die massiven Ausgaben für KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Die entscheidende Sorge ist, ob sich diese Milliardeninvestitionen schnell genug in profitables Wachstum übersetzen lassen, zumal die Adoption des KI-Assistenten „Copilot“ in Unternehmen langsamer voranschreitet als von vielen erhofft.
Der Fokus richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht Ende April 2026. Das Management muss dann nicht nur Fortschritte bei der Monetarisierung der KI-Dienste nachweisen, sondern auch Antworten auf den zunehmenden regulatorischen Druck liefern. Bis dahin dürfte die Unsicherheit über mögliche staatliche Eingriffe die Kursentwicklung weiter dämpfen.
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