Microsoft steht vor einem Dilemma. Während die KI-Expansion gigantische Rechenzentren fordert, macht US-Präsident Donald Trump am 13. Januar 2026 klar: Big Tech soll die explodierenden Stromkosten selbst tragen – und nicht die amerikanischen Verbraucher. Die Aktie reagierte prompt mit einem Minus von 1,36 Prozent auf 470,67 US-Dollar. Doch dahinter steckt mehr als nur politischer Druck.
Zahlen den vollen Preis – oder bremst das die KI-Offensive?
Microsoft präsentierte direkt nach Trumps Ansage die „Community First AI Infrastructure“-Initiative. Das Versprechen: Der Konzern zahlt Stromtarife, die sämtliche Rechenzentrumskosten decken, ohne diese auf lokale Gemeinden abzuwälzen. Dazu kommt eine „Water Positive“-Bilanz – mehr Wasser wird durch Regenerationsprojekte zurückgegeben, als die Kühlanlagen verbrauchen. Beim Thema Steuern verzichtet Microsoft auf die branchenüblichen Vergünstigungen und zahlt den vollen lokalen Grundsteuersatz.
Klingt vorbildlich. Doch Wedbush Securities warnt: Diese Selbstverpflichtung könnte den Ausbau der Azure-Cloud-Plattform empfindlich verlangsamen. Denn während Microsoft brav seine Stromrechnungen begleicht, investiert China massiv in neue Energietechnologien bis 2030. Das KI-Wettrüsten wird zum Energiewettrüsten – und wer langsamer baut, verliert an Boden.
Morgan Stanley bleibt optimistisch – trotz höherer Kosten
Analysten lassen sich vom politischen Gegenwind nicht beirren. Morgan Stanley bekräftigte am 14. Januar seine Overweight-Einstufung mit einem Kursziel von 650 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Kurs. Die CIO-Umfrage für das vierte Quartal 2025 zeigt: Microsoft bleibt die Nummer eins bei der Cloud-Migration. 53 Prozent der Anwendungs-Workloads laufen auf Azure, 80 Prozent der Chief Information Officers planen den Einsatz von Microsoft 365 Copilot im kommenden Jahr.
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Die Zahlen sprechen ihre eigene Sprache: CIOs erwarten für 2026 ein Microsoft-Wachstum von 7,3 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als noch in der Umfrage vom zweiten Quartal 2025. Die Software-Budgets steigen von 3,7 auf 3,8 Prozent. Azure OpenAI Services sollen 37 Prozent der Befragten binnen zwölf Monaten nutzen, GitHub Copilot 42 Prozent.
Energiedeal-Marathon: Meta und Google preschen vor
Während Microsoft politisch unter Druck steht, sichern sich die Konkurrenten längst alternative Energiequellen. Meta hat 6,6 Gigawatt Atomstrom-Verträge mit Vistra Energy, TerraPower und Oklo bis 2035 abgeschlossen. Google kaufte Intersect Power für 4,75 Milliarden US-Dollar bar und vereinbarte bis zu 3 Gigawatt CO2-freie Wasserkraft mit Brookfield Renewable.
Microsoft selbst schloss einen 6,2-Milliarden-Dollar-Deal mit Nscale Global und Aker für erneuerbare KI-Infrastruktur in Norwegen. Die Botschaft: Wer im KI-Rennen vorne bleiben will, braucht nicht nur Rechenpower, sondern vor allem saubere Energie – und zwar schnell.
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Was die Zahlen am 28. Januar zeigen müssen
Die nächste Nagelprobe kommt mit den Quartalszahlen am 28. Januar 2026. Von 34 Analysten empfehlen laut TipRanks 32 den Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 631,36 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 34 Prozent. Mit einem KGV von 33,29 und einer Marktkapitalisierung von 3,49 Billionen US-Dollar bleiben die Erwartungen hoch.
Entscheidend wird sein, ob Microsoft zeigen kann, dass die höheren Energiekosten die Margen nicht zerfressen – und gleichzeitig der Azure-Ausbau nicht ins Stocken gerät. Investoren erwarten ein Umsatzwachstum von 15,59 Prozent auf 293,81 Milliarden US-Dollar über die letzten zwölf Monate. InvestingPro bewertet die finanzielle Gesundheit mit „gut“ (2,9), die Rentabilität mit starken 4,22 Punkten.
Bleibt die Frage: Wird Microsofts freiwilliger Energie-Pakt zum Vorbild für die Branche – oder zum strategischen Nachteil im Wettlauf gegen China?
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