Microvast Holdings beendet die Handelswoche an einem kritischen Punkt. Mit einem Schlusskurs von 0,95 Euro rückt die psychologisch wichtige Marke von einem Euro in weite Ferne. Die allgemeine Skepsis gegenüber Batterieherstellern belastet das Papier massiv.

Chartbild unter Druck

Der Ausverkauf beschleunigte sich zuletzt spürbar. Allein in der vergangenen Woche verlor der Titel rund 5,5 Prozent an Wert. Am 8. Juli markierte die Aktie bei 0,92 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 60 Prozent. Damit notiert das Papier fast 83 Prozent unter seinem Vorjahreshoch von 5,46 Euro. Technische Indikatoren unterstreichen die Misere. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 38 anhaltenden Verkaufsdruck.

Kapazitätsausbau als Hoffnungsträger

Operativ kämpft das Unternehmen mit schrumpfenden Erlösen. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 60,6 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor generierte Microvast noch 116,5 Millionen US-Dollar.

Trotz der rückläufigen Zahlen treibt der Konzern seine Expansion voran. Die dritte Ausbaustufe des Werks in Huzhou soll die Kapazität um 2 Gigawattstunden steigern. Hier liegt die Hoffnung des Vorstands auf eine Trendwende.

In diesem Werk fertigt Microvast künftig spezialisierte Batteriepacks für den KAF-Elektroantrieb. Diese basieren auf der neuen Generation von 290-Amperestunden-Zellen. Parallel dazu versucht die Führung, die Kosten für den Kapazitätsausbau durch Effizienzgewinne zu kontrollieren.

Der Cash-Bestand von 174 Millionen US-Dollar dient als finanzielle Reserve für die kommenden Quartale. Das Ziel bleibt eine Stabilisierung der Bruttomarge durch hochpreisige Speziallösungen. Anleger warten nun auf konkrete Lieferdaten für die neuen Zelltypen.