Unerwartet milde Teuerungsdaten haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch angetrieben. Der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve, verharrte im August bei 3,4 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Anstieg auf 3,7 Prozent gerechnet.

Die Zahlen dämpfen die Zinssorgen der Anleger merklich. Das offizielle Inflationsziel der Notenbank liegt bei zwei Prozent. Im Monatsvergleich stieg der Gesamtindex lediglich um 0,3 Prozent, während Beobachter von 0,4 Prozent ausgegangen waren.

Kerninflation verharrt unter den Prognosen

Auch bei der Kernrate gab es Entspannung. Ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie betrug die Jahresteuerung im August 3,0 Prozent. Analysten hatten mit einer Rate von 3,3 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat Juli legten die Kernpreise um 0,2 Prozent zu.

Die Details des Berichts zeigen indes ein zweigeteiltes Bild. Die persönlichen Einkommen der US-Bürger wuchsen im August um 0,2 Prozent. Die Konsumausgaben kletterten im selben Zeitraum um 0,9 Prozent nach oben. Die Kauflaune der privaten Haushalte erweist sich damit weiterhin als Stütze der Konjunktur.

Erleichterung an der Wall Street

An den New Yorker Börsen sorgte die Veröffentlichung für spürbare Kursgewinne. Vor allem zinssensible Wachstumswerte profitierten vom nachlassenden Preisdruck. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 0,7 Prozent auf 30.548 Punkte vor.

Der marktbreite S&P 500 legte um 0,5 Prozent zu. Für den Traditionsindex Dow Jones Industrial ging es um 0,2 Prozent auf 51.434 Zähler aufwärts.

Trotz der Erholung am Mittwoch steuert der Dow Jones auf Monatssicht auf den ersten Verlust nach fünf vorangegangenen Gewinnmonaten zu. Nach einem deutlichen Anstieg im zweiten Jahresviertel dürfte der Leitindex das dritte Quartal im Minus beenden.