Der Abverkauf bei Military Metals geht unvermindert weiter. Am Donnerstag fiel die Aktie um weitere 5,15 Prozent auf 0,13 Euro. Das Papier notiert damit klar unter seinen gleitenden Durchschnitten – beide, der 50-Tage- und der 200-Tage-Wert, liegen bei 0,25 Euro. Innerhalb der letzten sieben Tage summiert sich das Minus auf 21,35 Prozent, über 30 Tage sind es sogar 47 Prozent.
Die Aktie hat sich damit weit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 0,39 Euro aus Oktober 2025 entfernt. Der Abstand beträgt rund 66 Prozent. Das Zwölfmonatsminus liegt bei 51,07 Prozent. Einzig der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 0,06 Euro fällt mit 121 Prozent positiv aus – ein schwacher Trost.
Technische Signale deuten auf Übertreibung
Der RSI für 14 Tage steht bei 26,2 Punkten. Das ist ein Wert, den Marktbeobachter als überverkauft einstufen. In der Vergangenheit folgten auf solche Niveaus oft kurzfristige Erholungen. Allerdings: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 130 Prozent zeigt, wie extrem die Schwankungen derzeit sind.
Kein Wunder, dass Anleger verunsichert reagieren. Konkrete Unternehmensmeldungen gab es in den letzten 48 Stunden nicht, die den jüngsten Kursrutsch erklären würden.
Branchenumfeld bleibt angespannt
Der Sektor für Basismetalle steht unter Druck. Ab Juli 2026 drohen neue Importquoten und Zölle der EU. Hinzu kommen Verschiebungen in der nordamerikanischen Rohstoffstrategie. Diese Unsicherheiten belasten die gesamte Branche – und damit auch kleinere Explorationsunternehmen wie Military Metals.
Die Aktie notiert in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Ob die technische Übertreibung allein für eine Wende reicht, ist fraglich. Spannend wird, ob das Unternehmen in den kommenden Tagen mit eigenen Neuigkeiten gegensteuert.
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