Ein Behördenbescheid aus Bratislava hat Military Metals in eine ernste Lage gebracht. Ende Mai 2026 entzog das slowakische Umweltministerium dem Unternehmen die Explorationslizenz für das Antimon-Gold-Projekt Trojarova — und löste damit einen Kurseinbruch aus, der die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief von 0,06 Euro drückte. Seither läuft die Uhr.
Berufungsfrist bis 12. Juni
Military Metals hat bis etwa zum 12. Juni 2026 Zeit, formal Einspruch einzulegen. Das Unternehmen argumentiert, die Lizenzkündigung widerspreche der europäischen Rohstoffstrategie. Konkret: Trojarova war seit dem 20. Februar 2025 im slowakischen Nationalprogramm zur Erkundung kritischer Mineralrohstoffe gelistet — einem Programm, das auf der EU-Verordnung 2024/1252 zur Versorgungssicherheit bei kritischen Materialien basiert. Die Entscheidung des Ministeriums, so die Unternehmensposition, konterkariert genau diese strategischen Ziele.
Parallel dazu hat das Unternehmen einen früheren Glencore-Manager als Chairman berufen — ein Signal, dass man die Auseinandersetzung mit industrieller Erfahrung führen will.
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Was auf dem Spiel steht
Das geologische Fundament des Projekts ist beträchtlich. Ein technischer Bericht vom 22. Mai 2026 bestätigte eine erste abgeleitete Ressourcenschätzung von 6,5 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt von 1,02 Prozent und einem Goldgehalt von 1,06 Gramm pro Tonne. Das entspricht rund 67.000 Tonnen Antimon und 222.000 Unzen Gold.
Der Zeitpunkt ist makroökonomisch brisant: Antimon erreichte im Mai 2026 neue Allzeithochs, getrieben von Lieferengpässen und wachsender Nachfrage aus Rüstung und Technologie. Dass ausgerechnet jetzt eine Lizenz für ein europäisches Antimonvorkommen entzogen wird, macht den Rechtsstreit politisch aufgeladen.
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Kurs unter Druck
Die Aktie notiert aktuell bei 0,16 Euro — rund 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,39 Euro aus dem Oktober 2025. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier mehr als 40 Prozent. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 150 Prozent spiegelt der Kurs die Unsicherheit rund um den Rechtsstreit unmittelbar wider.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 21 Millionen CAD. Für ein Unternehmen dieser Größe ist der Ausgang des Berufungsverfahrens keine Randnotiz — er ist existenziell. Ob das Argument der EU-Konformität in Bratislava zieht, wird sich spätestens kurz nach dem 12. Juni zeigen.
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