Der japanische Mischkonzern Mitsubishi Corporation vollzieht den größten Deal eines japanischen Unternehmens im US-Energiesektor. Für insgesamt 7,5 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden sichert sich der Konzern bedeutende Schiefergasanlagen von Aethon Energy Management LLC. Der Kaufpreis teilt sich auf in 5,2 Milliarden Dollar für die Eigenkapitalanteile und 2,33 Milliarden Dollar an übernommenen Verbindlichkeiten.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Rückgang von 1,52 Prozent auf 4.075 Yen an der Tokioter Börse. Offenbar schrecken Investoren zunächst vor dem Umfang der Transaktion zurück.
Was genau kauft Mitsubishi da?
Die erworbenen Assets liegen hauptsächlich in der Haynesville-Schieferformation, die sich über Texas und Louisiana erstreckt. Die Anlagen fördern derzeit rund 2,1 Milliarden Kubikfuß Erdgas täglich – das entspricht etwa 15 Millionen Tonnen verflüssigtem Erdgas pro Jahr. Eine beachtliche Menge, die aktuell primär in den Süden der USA verkauft wird.
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Verkäufer sind Aethon III LLC, Aethon United LP sowie deren Anteilseigner Ontario Teachers‘ Pension Plan und RedBird Capital Partners. Der Abschluss der Übernahme wird für das erste Quartal des japanischen Geschäftsjahres erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Strategie hinter dem Milliarden-Deal
Mit dieser Akquisition positioniert sich Mitsubishi erstmals direkt im US-Schiefergasgeschäft – und zwar über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Vom Upstream-Besitz über den Inlandsvertrieb bis hin zum Export des geförderten Gases. Das Unternehmen plant, Teile der Produktion als LNG nach Asien, einschließlich Japan, sowie nach Europa zu exportieren.
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Der Deal fügt sich in Mitsubishis Strategie ein, eine integrierte Wertschöpfungskette in den USA aufzubauen. Diese soll von der Gasförderung über Stromerzeugung und Rechenzentren bis hin zur Chemieproduktion reichen. Gerade der rasant wachsende Energiebedarf durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.
Die Übernahme soll die Ertragsbasis von Mitsubishis Erdgas- und LNG-Geschäft deutlich stärken. Ob der ambitionierte Plan aufgeht und die hohe Investitionssumme rechtfertigt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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