Intesa Sanpaolo hat gestern das Umtauschverhältnis ihres Übernahmeangebots für Banca Monte dei Paschi di Siena erhöht. Je MPS-Aktie bietet Intesa nun 1,664 neu ausgegebene eigene Aktien statt zuvor 1,600; die Anpassung soll den Dividendenabschlag bei Intesa ausgleichen. Die MPS-Aktie steigt heute um 3,9%.

Barkomponente bleibt unverändert

Auslöser der Anpassung ist nach Angaben von Intesa die vom Verwaltungsrat beschlossene Zwischendividende für 2026. Sie beträgt 0,22 Euro je Intesa-Aktie. Die Barkomponente des Übernahmeangebots bleibt unverändert bei 1,25 Euro je MPS-Aktie.

Bereits am Freitag hatte Intesa erklärt, das Angebot nach der Hauptversammlung von Monte dei Paschi fortzuführen. Die MPS-Aktionäre hatten am 29. Oktober die vorgeschlagenen Übernahmeangebote für Banco BPM und Banca Generali nicht gebilligt. Nach Angaben von MPS sind diese Angebote deshalb verfallen.

Die Aktionäre stimmten außerdem gegen die vorgeschlagene Verschmelzung von Mediobanca auf Monte dei Paschi. Auf Ablehnung entfielen dabei 63,65% der Stimmen.

Kartellentscheidung und Angebotsstart im Blick

Intesa teilte am 28. Oktober mit, die erforderlichen vorherigen Genehmigungen nach den geltenden sektoralen Vorschriften für den Kontrollerwerb bei MPS erhalten zu haben.

Zur kartellrechtlichen Entscheidung äußerte sich Intesa-Chef Carlo Messina gestern zuversichtlich. Sie wird bis Ende November erwartet. Reuters zufolge soll das Übernahmeangebot in der Woche des 23. November starten, vorbehaltlich der Zustimmung der italienischen Marktaufsicht. Diese Zustimmung bleibt damit eine ausdrücklich genannte Voraussetzung des berichteten Zeitplans.

Bei Monte dei Paschi steht zuvor ein Finanztermin an: Der Verwaltungsrat soll am 5. November 2026 den Zwischenbericht über die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2026 prüfen.