MSCI: Griechenland-Upgrade steht bevor

Der Indexanbieter MSCI prüft eine Höherstufung Griechenlands für August 2026. Grund ist die Integration in den europäischen Markt, trotz formaler Hürden. Die Entscheidung fällt Ende März.

Msci Aktie
Kurz & knapp:
  • Historischer Schritt von Schwellen- zu entwickeltem Markt
  • Konsultation läuft bis Mitte März 2026
  • Ausnahme aufgrund europäischer Marktintegration
  • Entscheidung über Upgrade Ende März erwartet

Der Indexanbieter MSCI erwägt einen historischen Schritt: Griechenland könnte bereits im August 2026 vom Schwellenland zum entwickelten Markt hochgestuft werden. Eine Konsultation läuft bereits – und die Signale aus dem Markt sind eindeutig positiv.

Die Ankündigung kam überraschend schnell. Noch im Dezember fehlten Griechenland die formalen Kriterien für eine Höherstufung. Konkret erfüllte das Land nicht die sogenannte Persistenzregel, wonach mindestens fünf Unternehmen über acht Indexüberprüfungen hinweg die Standards eines entwickelten Marktes erreichen müssen. Doch internationale institutionelle Investoren reagierten deutlich: Diese Regel sei im Fall Griechenlands nicht angemessen.

Warum Europa anders behandelt wird

Der Grund für die Ausnahme liegt in der Integration der europäischen Finanzmärkte. MSCI behandelt alle EU-Länder mit Industrieländerstatus als eine wirtschaftliche Einheit – harmonisierte Marktinfrastruktur, einheitliche Regulierung, grenzüberschreitende Zugänglichkeit. Eine unterschiedliche Behandlung Griechenlands wirke vor diesem Hintergrund „inkonsequent“, erklärt Raman Aylur Subramanian, Head of Market Classification bei MSCI.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Msci?

Die Marktgröße Griechenlands entspricht mittlerweile anderen kleineren entwickelten Märkten. Die Handelsliquidität ist gewachsen, die Zugänglichkeit wurde durch Reformen verbessert. Investoren bestätigen: Die Nachbildbarkeit des Index bereitet keine Probleme mehr.

Schwellenländer im Aufwind

Das Timing könnte kaum besser sein. UBS hat seine Prognose für den MSCI Emerging Markets Index gerade deutlich angehoben – auf 1.640 Punkte bis Dezember 2026. Die Begründung: das stärkste Gewinnwachstum aller globalen Aktienregionen. Für dieses Jahr rechnet die Bank mit 20 Prozent Gewinnwachstum je Aktie.

Der schwächere Dollar, lockere Finanzierungsbedingungen und unterstützende Geldpolitik treiben Kapital in Schwellenländer. Besonders China profitiert von staatlicher KI-Förderung und wirtschaftlicher Stabilisierung. Doch auch Indien, Brasilien und Indonesien stehen auf der Favoritenliste der Analysten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Msci?

Europäische Investoren positionieren sich um

Währenddessen verändert sich die globale Vermögensallokation. Eine MSCI-Umfrage unter 250 Vermögensverwaltern zeigt: 86 Prozent sorgen sich über neue Zölle und globale Unsicherheit. Die Konsequenz: 61 Prozent planen, ihr Engagement in entwickelten Märkten außerhalb der USA zu erhöhen. Nur ein Drittel will US-Aktien aufstocken.

„Europäische Vermögensverwalter passen ihre Portfolios als Reaktion auf ein instabileres globales Umfeld neu an“, fasst Hassan Suffyan von MSCI zusammen. Die Fragmentierung der Weltwirtschaft zwingt zum Umdenken.

Für MSCI selbst könnte das Griechenland-Upgrade ein weiterer Schritt in einer größeren Neuordnung der Indexlandschaft sein. Die Konsultation läuft bis 16. März 2026, die Entscheidung fällt bis 31. März. Dann wird sich zeigen, ob das Land nach Jahren der Finanzkrise endgültig in den Club der entwickelten Märkte zurückkehrt.

Msci-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Msci-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Msci-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Msci-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Msci: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Msci Jahresrendite