Der iShares MSCI World ETF startet unter Druck in die neue Handelswoche. Ein überraschend starker US-Arbeitsmarkt hat die Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen zunichtegemacht. Die Folge: ein scharfer Ausverkauf am Freitag. Der Fonds rutschte um 2,57 Prozent ab. Mit einem Schlusskurs von 200,38 US-Dollar testet der ETF nun eine wichtige Unterstützungsmarke.
Trotz des jüngsten Dämpfers bleibt die Jahresbilanz positiv. Anleger blicken auf ein Plus von über acht Prozent seit Januar. Auf Jahressicht steht ein Zuwachs von rund 27 Prozent auf der Anzeigetafel. Der zuvor extrem überkaufte Markt hat sich merklich abgekühlt. Der Relative-Stärke-Index fiel auf neutrale 50,6 Punkte.
Tech-Riesen geben den Takt vor
Die Entwicklung des Welt-Portfolios hängt stark an den US-Technologiekonzernen. Nvidia, Apple und Microsoft bilden die drei größten Positionen. Besonders Apple rückt jetzt in den Fokus. Am morgigen Montag startet die Entwicklerkonferenz WWDC. Der Markt erwartet Neuigkeiten zur künstlichen Intelligenz und der Sprachassistentin Siri.
Auch Spekulationen über einen möglichen Rückzug von CEO Tim Cook im September kursieren. Jeder Kursausschlag der Apple-Aktie wird den gesamten ETF spürbar bewegen. Parallel dazu hat der Fonds sein halbjährliches Index-Rebalancing abgeschlossen. Neu im Korb sind US-Unternehmen wie Medline A, MasTec und TechnipFMC.
Dividende und Inflationsdaten
Aktionäre können sich auf die nächste Ausschüttung vorbereiten. Am 15. Juni notiert der ETF ex-Dividende. Die geplante Zahlung steigt im Jahresvergleich um 18,5 Prozent auf 1,26 US-Dollar je Anteil.
Abseits der Unternehmensmeldungen bestimmen Makro-Daten die kommende Woche. Die 30-Tage-Volatilität von 13,36 Prozent zeigt die wachsende Nervosität. Folgende Termine stehen im Kalender:
- 10. Juni: US-Verbraucherpreise für Mai (Prognose: +0,3 Prozent zum Vormonat).
- 11. Juni: US-Erzeugerpreise liefern weitere Inflationssignale.
- 11. Juni: Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (erwartet: +25 Basispunkte nach 3,2 Prozent EU-Inflation).
Die Kombination aus Tech-Events und Inflationsdaten birgt reichlich Zündstoff. Fällt die US-Teuerung höher aus als erwartet, gerät die Unterstützung bei 200 US-Dollar massiv unter Druck. Ein Bruch dieser Marke könnte weitere Verkäufe auslösen und den jüngsten Rücksetzer beschleunigen.
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