MSCI World ETF: Streubesitz-Reform im Juni

Der MSCI World ETF erreicht ein neues Allzeithoch, steht aber vor mehreren richtungsweisenden Ereignissen wie der Fed-Wahl und Indexreform.

MSCI World ETF Aktie
Kurz & knapp:
  • URTH schließt bei neuem Rekordkurs
  • Fed-Kandidat Warsh könnte Zinswende einleiten
  • MSCI reformiert Streubesitz-Berechnung im Juni
  • Spacex-IPO an der Nasdaq für Juni geplant

Der iShares MSCI World ETF (URTH) beendet die Woche auf einem Rekordhoch. Am Freitag schloss der Fonds bei 200,64 US-Dollar. Das entspricht einem Plus von knapp sieben Prozent auf Monatssicht. Ein starker Lauf. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 94,6 allerdings, dass der Fonds massiv überkauft ist. In den kommenden Tagen treffen nun drei strukturelle Ereignisse aufeinander. Sie könnten die Richtung des Portfolios stark verändern.

Zinsen und der neue Fed-Chef

Die Zinspolitik liefert den ersten Härtetest. Der US-Senat stimmt voraussichtlich über Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank ab. Die Republikaner halten eine Mehrheit von 53 Sitzen. Warsh gilt als geldpolitischer Falke. Er will die Kommunikation der Fed einschränken und weniger Pressekonferenzen abhalten. Ein strikterer Kurs würde die Tech-Werte im ETF belasten. Diese machen fast 29 Prozent des Fonds aus.

Parallel dazu stehen die US-Inflationsdaten für April an. Im März stieg die Teuerungsrate auf 3,3 Prozent. Hohe Energiekosten trieben diesen Anstieg. Fällt die April-Inflation höher aus als erwartet, dürften die Zinsen länger oben bleiben. Das drückt die Kurse wachstumsorientierter Aktien.

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Umbau der Index-Methodik

Abseits der Makroökonomie steht eine technische Neuerung an. MSCI veröffentlicht am 12. Mai die offiziellen Änderungen für die anstehende Überprüfung. Der Indexanbieter ändert grundlegend, wie er den Streubesitz berechnet. Es gibt künftig drei neue Schwellenwert-Kategorien.

Diese Reform tritt im Juni in Kraft. Sie erzwingt voraussichtlich massive Umschichtungen im Portfolio. Die Gewichtung von Schwergewichten könnte sich spürbar verschieben. Aktuell dominiert Nvidia den Fonds mit einem Anteil von 5,83 Prozent. Apple und Microsoft folgen auf den Plätzen zwei und drei.

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SpaceX und der Gebührendruck

Am Horizont zeichnet sich eine weitere Verschiebung ab. SpaceX plant für Juni einen Börsengang an der Nasdaq. Die erwartete Bewertung liegt bei 1,75 Billionen US-Dollar. Nimmt der Index das Unternehmen auf, zementiert das die US-Dominanz im MSCI World weiter.

Zusätzlich wächst der Konkurrenzdruck. Konkurrenten wie Invesco senkten ihre Verwaltungsgebühren zuletzt drastisch. URTH verlangt mit 0,24 Prozent deutlich mehr. Trotzdem verzeichnet der Fonds starke Zuflüsse. Im vergangenen Quartal investierten Anleger netto fast eine Milliarde US-Dollar. Die institutionelle Nachfrage bleibt also vorerst hoch. Am Dienstag zeigt sich dann, wie stark die MSCI-Reform das Portfolio tatsächlich umbaut.

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