Der jüngste Kursrücksetzer beim Münchner Triebwerksbauer scheint aus fundamentaler Sicht übertrieben. Zu diesem Schluss kommt eine neue Analystenstudie, die dem Papier prompt frischen Wind einhaucht. Während die finanziellen Altlasten eines Triebwerksrückrufs noch immer bremsen, rückt nun die langfristige Ertragskraft wieder in den Vordergrund.
Kepler Cheuvreux stuft hoch
Hauptverantwortlich für das heutige Plus von knapp 1,8 Prozent auf 322 Euro ist das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Die Experten hoben ihre Einstufung am Morgen auf „Buy“ an und riefen ein Kursziel von 365 Euro aus. Interessant ist die Begründung der Analysten: Um das aktuelle Kursniveau zu rechtfertigen, müssten die Gewinnschätzungen für das Jahr 2030 um rund 20 Prozent sinken. Ein Szenario, das sie für äußerst unwahrscheinlich halten. Folglich werten sie das verbilligte Niveau als attraktives Einstiegsfenster für langfristig orientierte Anleger.
Spagat zwischen Rekorden und Rückruf
Operativ liefert das Unternehmen durchaus Argumente für Optimismus. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 brachte mit einem bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) von 1,4 Milliarden Euro einen klaren Rekord. Für das laufende Jahr peilt CEO Johannes Bussmann einen weiteren Umsatzsprung auf bis zu 9,7 Milliarden Euro an.
Als Bremsklotz fungiert allerdings weiterhin das GTF-Triebwerksprogramm des Partners Pratt & Whitney. MTU trägt 18 Prozent der Kosten für den groß angelegten Flottenmanagementplan, was den freien Cashflow spürbar belastet. Um die Abhängigkeit von solchen zyklischen Rückschlägen in der Luftfahrt abzufedern, treibt der Konzern sein Geschäft mit Industriegasturbinen voran. Aktuell präsentiert MTU auf einer Fachkonferenz in Kalifornien neue Instandhaltungstechnologien, darunter das robotergestützte Inspektionssystem „RoBokop“.
Der nächste konkrete Impuls für Aktionäre steht bereits im Kalender. Auf der Hauptversammlung am 07. Mai 2026 wird die Dividende für das vergangene Rekordjahr formell auf den Weg gebracht. Bis dahin wird der Markt die intakten fundamentalen Wachstumstreiber weiterhin genau gegen die bekannten GTF-Kosten abwägen.
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