Elon Musk versucht mit beispiellosem finanziellem Aufwand, die Mehrheiten der Republikaner im US-Kongress vor den Zwischenwahlen am 3. November 2026 zu sichern. Rund 366 Millionen Dollar hat der Milliardär im laufenden Wahlzyklus bereits bereitgestellt, allein 276 Millionen Dollar davon seit Juli. Damit festigt er seine Position als größter einzelner Geldgeber der Partei.
Für Musk steht bei dem Urnengang viel auf dem Spiel. Abgeordnete der Demokraten fordern Untersuchungen zu den Regierungsverträgen seines Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie zu seiner früheren Tätigkeit im Kürzungs-Gremium Doge unter Präsident Donald Trump. Sollte die Opposition auch nur eine der beiden Kammern zurückerobern, drohen dem Unternehmer parlamentarische Kontrollverfahren und langwierige Ausschussuntersuchungen.
Turbulente Beziehung zur Parteispitze
Bereits im Präsidentschaftswahlkampf hatte Musk mehr als 250 Millionen Dollar investiert. Nach Trumps Amtsantritt übernahm er zeitweise Aufgaben beim Umbau des Staatsapparats und setzte drastische Ausgabenkürzungen durch, unter anderem bei der Entwicklungshilfe. Die daraus resultierenden Proteste belasteten zeitweise auch das Geschäft des Elektroautobauers Tesla.
Zur Jahresmitte 2025 folgte ein offener Streit über ein Steuergesetz, bei dem Trump Subventionen für Elektrofahrzeuge strich. Zwar näherten sich beide Seiten später wieder an, das persönliche Verhältnis blieb jedoch distanziert. Ungeachtet dieser Reibungen treibt Musk seinen finanziellen Einsatz weiter voran.
Fokus auf Senat und Schlüsselrennen
Der Großteil der jüngsten Spenden zielt direkt auf die Verteidigung der Mehrheit im Senat ab. Allein 158 Millionen Dollar flossen an den Senate Leadership Fund. Weitere 76 Millionen Dollar gingen an Musks eigenes Aktionskomitee America PAC, das Kampagnen in sieben umkämpften Bundesstaaten und rund drei Dutzend Wahlkreisen für das Repräsentantenhaus unterstützt.
Die Abstimmung am 3. November 2026 entscheidet über das gesamte Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats. Ein Verlust der republikanischen Kontrolle würde Gesetzesvorhaben der Regierung blockieren und das regulatorische Umfeld für Musks Konzerne spürbar verschärfen.
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