Die Beteiligungsgesellschaft Mutares hat die operative Umsetzung ihrer Strategie mit dem Abschluss einer weiteren Veräußerung unterstrichen. Wie das Unternehmen Mitte Juli mitteilte, wurde der Verkauf der finnischen Portfoliogesellschaft Redo Oy an die norwegische Invex Group erfolgreich vollzogen. Der Spezialist für Schadensanierung hatte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Vollzug dieser Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der aktiven Portfolio-Bewirtschaftung des Münchner Konzerns.
Guidance für 2026 bleibt stabil
Parallel zum Abschluss des Exits bekräftigte die Geschäftsführung die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Mutares strebt für 2026 einen Konzernumsatz in einer Spanne von 7,9 Milliarden Euro bis 9,1 Milliarden Euro an. Besonders im Fokus der Anleger steht dabei der erwartete Jahresüberschuss der Holding, den das Management weiterhin zwischen 165 Millionen Euro und 200 Millionen Euro prognostiziert. Diese Bestätigung signalisiert Zuversicht hinsichtlich der weiteren Transaktionsaktivitäten und der operativen Entwicklung der bestehenden Beteiligungen im zweiten Halbjahr.
An der Börse zeigt sich das Papier derzeit moderat schwächer. Der aktuelle Kurs von 27,20 Euro entspricht einem Rückgang von 2,16 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit notiert der Wert leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei 27,88 Euro liegt.
Ausschüttung und Bilanzanpassungen
Bereits Anfang Juli hatte die ordentliche Hauptversammlung die Weichen für die Gewinnverwendung gestellt. Die Aktionäre genehmigten die Ausschüttung einer Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Damit setzt das Unternehmen seine Politik fort, die Anteilseigner direkt am Erfolg der Exit-Aktivitäten zu beteiligen.
Zudem informierte Mutares über Ergänzungen in den Konzernanhängen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Im Rahmen der Abschlussprüfung wurden zusätzliche Angaben zu den Restlaufzeiten von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgenommen. Solche technischen Anpassungen in der Berichterstattung dienen der Transparenz bei der Darstellung konzerninterner Finanzverflechtungen, die für das Geschäftsmodell einer Beteiligungsholding typisch sind.
Nächster Großverkauf in Vorbereitung
Die Pipeline für weitere Desinvestitionen bleibt gefüllt. Bereits im Juni wurde eine Vereinbarung zur Veräußerung der NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems (HPS) unterzeichnet. Die Transaktion, welche die NEM Energy B.V. und die NEM Balcke-Dürr GmbH umfasst, betrifft einen Spezialisten für Wärmeübertragungstechnologie.
Der Abschluss dieses Verkaufs wird nach Unternehmensangaben für das dritte Quartal 2026 erwartet. Ein erfolgreiches Closing dieser größeren Einheit könnte einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der gesteckten Holding-Gewinnziele leisten. Trotz der jüngsten Kursrücksetzer seit Jahresbeginn bleibt die Schlagzahl bei den Portfolio-Veränderungen somit hoch.
Mutares-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mutares-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Mutares-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mutares-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mutares: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

