Die EU-Kommission macht den Weg für Mutares frei. Der Münchner Investor darf die Jadeed-Gruppe übernehmen und sein Geschäft mit technischen Kunststoffen ausbauen. Mit der Freigabe aus Brüssel stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Europa und den USA.

Strategische Stärkung in Übersee

Die Behörden prüften den Deal in einem vereinfachten Verfahren. Das Ergebnis: Die Marktposition der Beteiligten ist gering genug, um den Wettbewerb nicht zu gefährden. Mutares integriert die neuen Einheiten nun in sein bestehendes Portfolio für Thermoplaste.

Der Zukauf passt zur aktuellen Strategie des Managements. Der Fokus liegt darauf, Plattform-Investitionen durch gezielte Ergänzungen zu skalieren. Parallel dazu treibt die Übernahme der US-Holding den Markteintritt in Nordamerika voran.

Covenants und Dividende im Blick

Trotz der Genehmigung zeigt sich der Aktienkurs heute schwächer. Das Papier notiert bei 28,70 Euro und verliert rund 2,2 Prozent. Damit bleibt der Kurs vorerst unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Anleger fokussieren sich aktuell auf den nahenden Stichtag für die Finanzkennzahlen am 30. Juni. Mutares muss zu diesem Termin bestimmte Kreditklauseln einhalten. Das Management plant, die ausstehenden Anleihen von ursprünglich 385 Millionen Euro bis Jahresende deutlich zu reduzieren.

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt der Vorstand einen Umsatz von bis zu 9,1 Milliarden Euro an. Der Holding-Überschuss soll dabei eine Marke von 200 Millionen Euro erreichen. Im Juli steht die Hauptversammlung an, auf der die Aktionäre über eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie abstimmen.