Mutares hat gerade ein Portfoliounternehmen an Hyundai Heavy Industries verkauft — und das Management verspricht: Das war erst der Anfang. In einem Interview vom 17. Juni bezeichnete die Unternehmensführung mehrere Beteiligungen als „Rockstars“, die kurz vor dem Exit stehen und hohe Erlöse bringen sollen.

NEM Energy als Blaupause

Am 10. Juni unterzeichnete Mutares den Verkauf der NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems. Das Unternehmen war ein klassischer Carve-out, den Mutares in weniger als vier Jahren zur profitablen Plattform umgebaut hat.

Genau dieses Muster soll sich wiederholen. Das Management sieht weitere Beteiligungen in ähnlich reifer Verfassung — vor allem in den Segmenten Automotive & Mobility, Energy & Technology sowie Infrastructure & Defense. Diese „Rockstars“ sollen die Jahresergebnisse absichern und die Dividendenpolitik stützen.

Ehrgeizige Zahlen, frisches Kapital

Für 2026 peilt Mutares einen Jahresüberschuss zwischen 165 und 200 Mio. EUR an. Der Konzernumsatz soll auf 7,9 bis 9,1 Mrd. EUR steigen.

Das langfristige Ziel ist noch ambitionierter: bis 2030 durchschnittlich 25 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr. Um das zu finanzieren, hat Mutares im April rund 1.076.000 neue Aktien zu 24,50 EUR platziert — Bruttoerlös rund 105 Mio. EUR. Das Geld fließt vor allem in die internationale Expansion, unter anderem in Nordamerika.

Hauptversammlung am 3. Juli

Für Aktionäre steht am 3. Juli die ordentliche Hauptversammlung an. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2,00 EUR je Aktie vor. Sie setzt sich aus einer Basisdividende und einer Exit-abhängigen Komponente zusammen.

Das Prinzip: Je mehr Portfoliounternehmen erfolgreich verkauft werden, desto höher fällt die Ausschüttung aus. Zuletzt ergänzte Mutares sein Portfolio durch die Übernahme von Gas Solutions von Wärtsilä — ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende und maritime Technologie. Ob die angekündigten Exits noch 2026 folgen, entscheidet maßgeblich darüber, ob die Jahresziele tatsächlich erreicht werden.