Am Montag feierten Anleger noch eine diplomatische Entspannung im Nahen Osten, die den Tech-Sektor spürbar aufatmen ließ. Einen Tag später holt die harte geopolitische Realität den Markt bereits wieder ein. Ein klares Dementi aus dem Iran lässt die Anleiherenditen steigen und drückt die Bewertungen zinssensibler Wachstumsaktien erneut nach unten.
Geopolitische Realität holt Anleger ein
Auslöser für die kurzlebige Erleichterung war eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump. Er hatte geplante Militärschläge gegen iranische Infrastruktur verschoben und von produktiven Gesprächen zur Öffnung der Straße von Hormus gesprochen. Die für die globale Ölversorgung kritische Wasserstraße ist aktuell durch den Iran blockiert.
Die iranischen Staatsmedien und das Außenministerium wiesen diese Darstellung am Dienstag scharf zurück. Es habe keinerlei Dialog mit den USA gegeben. Diese Nachricht erstickte den aufkeimenden Optimismus sofort und schürte neue Ängste vor einer weiteren Eskalation in der Region.
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Teure Energie belastet KI-Fantasie
Die angespannte Lage treibt nicht nur die Ölpreise, sondern auch die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder in Richtung der Marke von 4,4 Prozent. Für den technologielastigen Index ist das eine toxische Mischung. Hohe Energiekosten treffen besonders Unternehmen, die massiv in rechenintensive Künstliche Intelligenz investieren.
Ein prominentes Beispiel ist Microsoft. Die Aktie hat im bisherigen Jahresverlauf 2026 bereits fast 20 Prozent eingebüßt, da die explodierenden Stromkosten für den globalen Ausbau der Rechenzentren zunehmend auf die Cloud-Margen drücken. Während Kapital aus dem volatilen Tech-Sektor abfließt, verzeichnen Energiekonzerne als Profiteure der Krise massive Zuflüsse. Der Energiesektor im S&P 500 legte seit Jahresbeginn um fast 32 Prozent zu.
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Rezessionssorgen und charttechnische Hürden
Die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Lage rufen mittlerweile auch die großen Banken auf den Plan. Goldman Sachs hob das Rezessionsrisiko für die USA auf 30 Prozent an, da teures Öl die globale Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen dürfte.
Charttechnisch navigiert der Index in einer äußerst fragilen Zone. Zwar gab es zuletzt eine aggressive Erholung von den Tiefständen, allerdings scheiterte der Markt an der wichtigen Widerstandszone zwischen 24.250 und 24.400 Punkten. Ein klares Schwächezeichen ist der anhaltende Handel unter der viel beachteten 200-Tage-Linie.
In den kommenden Handelssitzungen bleibt die Marke von 24.000 Punkten die entscheidende Unterstützungslinie. Ein nachhaltiger Rutsch unter dieses Niveau würde den übergeordneten Abwärtstrend bestätigen und Ziele im Bereich von 23.500 Punkten aktivieren. Neben den dominierenden geopolitischen Schlagzeilen richten Marktteilnehmer ihren Blick nun auf die anstehenden US-Industriedaten sowie die Quartalszahlen von GameStop nach Handelsschluss.
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