Nasdaq 100: Trump liefert Hoffnung

Ein Beitrag des US-Präsidenten zu Iran-Gesprächen stabilisiert den stark überverkauften Tech-Index, der durch Ölpreisschock und Zinsängste belastet bleibt.

NASDAQ 100 Aktie
Kurz & knapp:
  • Fünfwöchige Verlustserie für den Nasdaq 100 beendet
  • Trumps Aussagen zu Iran-Gesprächen stützen Futures
  • Hohe Ölpreise belasten Cloud-Margen der Tech-Giganten
  • Zinserhöhungsängste entziehen Wachstumsaktien Kapital

Fünf Wochen in Folge ging es für den technologielastigen Index bergab – die schlechteste Serie seit dem Krisenjahr 2022. Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus und explodierende Ölpreise haben tiefe Spuren in den Bilanzen der Tech-Giganten hinterlassen. Zum Start in die verkürzte Handelswoche sorgt nun ausgerechnet ein Social-Media-Post des US-Präsidenten für einen unerwarteten Lichtblick.

Die geopolitische Achterbahnfahrt

Ein Beitrag von Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social bescherte den US-Futures am Montagmorgen ein Plus von rund 0,4 Prozent. Der Präsident sprach von ernsthaften Diskussionen mit einem neuen, vernünftigeren Regime im Iran über ein Ende der Militäroperationen. Diese Aussicht auf Frieden greifen Anleger dankbar auf, um den Index nach den jüngsten Verlusten zu stabilisieren.

Allerdings bleibt die Lage äußerst fragil. Bereits in der Vorwoche löste sich eine ähnliche Erleichterungsrallye innerhalb von 48 Stunden in Luft auf. Damals hatte der Iran entsprechende Gespräche umgehend dementiert, was dem breiten Markt den schlechtesten Handelstag seit Kriegsbeginn einbrachte.

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Ölpreis-Schock frisst Margen

Unter der Oberfläche hat der Technologiesektor bereits erheblichen Schaden genommen. Während der Nasdaq 100 offiziell rund 13 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Oktober notiert, hat das durchschnittliche Mitgliedsunternehmen bereits einen Rückschlag von 31 Prozent erlitten.

Der Grund dafür liegt primär im Energiesektor. Die Blockade im Nahen Osten treibt die Stromkosten für den globalen Rechenzentrumsausbau in die Höhe. Das drückt spürbar auf die Cloud-Margen von Schwergewichten wie Microsoft, deren Papiere im laufenden Jahr bereits knapp 20 Prozent an Wert verloren haben. Meta Platforms geriet zusätzlich durch juristische Niederlagen im Bereich Kindersicherheit unter Druck, während auch Nvidia und Alphabet in der Vorwoche Federn lassen mussten.

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Das Zinsgespenst kehrt zurück

Das toxische Umfeld für Wachstumsaktien wird durch die makroökonomischen Daten verschärft. Mit einem Brent-Ölpreis von zeitweise über 115 US-Dollar pro Barrel steuert der Rohstoff auf den steilsten monatlichen Anstieg der Geschichte zu. Das weckt handfeste Inflationssorgen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte entsprechend über die Marke von 4,4 Prozent.

Am Terminmarkt preisen Händler mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent ein, dass die US-Notenbank die Zinsen bis Ende 2026 sogar wieder anheben muss. Dieser drastische Stimmungswechsel entzieht den ohnehin hoch bewerteten Tech-Aktien weiteres Kapital, das stattdessen in defensive Substanzwerte und Energiekonzerne fließt. Charttechnisch notiert der Index mittlerweile rund 1.500 Punkte unter seiner wichtigen 200-Tage-Linie und gilt als stark überverkauft.

Blick auf den 6. April

In der aktuellen Handelswoche richten sich die Blicke zunächst auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Diese werden erste Hinweise liefern, ob der Energieschock bereits auf die Beschäftigung durchschlägt. Der wichtigste Termin für den weiteren Jahresverlauf ist jedoch der 6. April. Bis zu diesem Datum hat Präsident Trump seine Frist für einen möglichen Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur verlängert. Das Zeitfenster für eine diplomatische Lösung ist damit klar definiert.

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