Nebius Aktie: 10-Jahres-Vertrag über 22-Megawatt-Rechenzentrum

Nebius expandiert mit einem Zehnjahresvertrag für ein spezialisiertes KI-Rechenzentrum in Großbritannien und treibt autonome KI-Dienste voran.

Nebius Aktie
Kurz & knapp:
  • 10-Jahres-Vertrag mit Kao Data
  • 22 Megawatt für GPU-Cluster
  • Revolut und Prima Mente als Kunden
  • Umsatz vervierfacht sich auf 399 Mio. Dollar

Der KI-Cloud-Anbieter Nebius sichert sich langfristige Rechenkapazität in Großbritannien. Ein 10-Jahres-Vertrag mit Kao Data über ein 22-Megawatt-Rechenzentrum in Harlow markiert den nächsten Expansionsschritt. Das Besondere: Die Anlage ist speziell für Hochleistungs-GPU-Cluster ausgelegt — die Grundlage für sogenannte „Agentic AI“-Dienste.

Rechenpower für autonome KI

Die Harlow-Anlage wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Damit erfüllt Nebius die strengen Nachhaltigkeitsauflagen von Fintech- und Gesundheitsunternehmen. Der Standort ist ein Baustein für das Ziel, bis 2027 auf 65 Megawatt Gesamtkapazität in Großbritannien zu kommen.

Doch Nebius setzt nicht nur auf reine Rechenleistung. Das Unternehmen integriert die Zukäufe Eigen AI, Tavily und Clarifai in seine Plattform. Das Ziel: Unternehmen können autonome KI-Agenten bauen — statt nur statische Modelle zu nutzen.

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Erste Kunden sind bereits an Bord. Der Fintech-Konzern Revolut nutzt die „Nebius Token Factory“ für KI zur Betrugsbekämpfung. Die Biotech-Firma Prima Mente forscht mit der Infrastruktur an Alzheimer und Parkinson.

Kurs und Kapital

Die Aktie notiert am Montag bei 199,60 Euro — ein Plus von 0,86 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 160 Prozent. Allerdings: Der Kurs liegt knapp 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 242,95 Euro.

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Finanziell läuft es dynamisch. Der Umsatz schnellte im ersten Quartal 2026 auf 399 Millionen Dollar hoch — ein Anstieg um das Achtfache. Ein milliardenschwerer Auftragsbestand mit Microsoft und Meta untermauert das Wachstum.

Parallel dazu bleibt die Börse skeptisch. Insider verkauften in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von rund 131 Millionen Dollar. Ein Signal, das Anleger verunsichert. Dem steht eine Kapitalspritze von Nvidia gegenüber: Zwei Milliarden Dollar sicherten dem Chipriesen 8,3 Prozent an Nebius.

Am 10. Juni startet der AI Summit London. Nebius tritt als Partner auf und will seine Technologie für KI-Produktionssysteme präsentieren. Die nächsten Tage dürften zeigen, ob die operative Dynamik die Aktie wieder in Richtung des Allzeithochs treibt.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.