Starke Nachfrage, schwache Kurse – bei Nebius klaffen Realität und Marktstimmung plötzlich auseinander. Monatelang kannten Investoren bei dem europäischen KI-Infrastrukturanbieter nur eine Richtung. Nun zeigt die Aktie unerwartete Risse. Ein massiver Intraday-Rutsch beendet die scheinbar unaufhaltsame Kletterpartie.
Hoher Verkaufsdruck vor den Zahlen
Am Montag erlebte das Papier extreme Schwankungen. Nach einem Tageshoch von über 165 US-Dollar stürzte der Kurs zeitweise auf rund 146 Dollar ab. Das Handelsvolumen lag dabei deutlich über dem Durchschnitt.
Dieser Verkaufsdruck trifft auf eine extrem sportliche Bewertung. Nebius bringt aktuell gut 37 Milliarden Dollar auf die Waage. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 366.
Marktbeobachter werten den Rücksetzer als aktienspezifische Korrektur nach einer steilen Rally. In den vergangenen zwölf Monaten hatte sich der Wert des Unternehmens mehr als versechsfacht.
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Milliarden für den KI-Ausbau
Die hohen Erwartungen basieren auf aggressiven Expansionsplänen. Erst Ende März kündigte Nebius den Bau einer neuen KI-Fabrik im finnischen Lappeenranta an. Das geplante Megaprojekt soll 2027 ans Netz gehen.
Das Unternehmen investiert rund zehn Milliarden Dollar in den nordischen Standort. Die Anlage wird vollständig mit kohlenstoffarmer Energie betrieben und nutzt ein geschlossenes Flüssigkühlsystem. Überschüssige Serverwärme soll in das lokale Fernwärmenetz fließen.
Parallel dazu treibt das Management den globalen Ausbau voran. Neben einem weiteren Standort in Frankreich sicherte sich Nebius kürzlich die Genehmigung für ein riesiges Rechenzentrum im US-Bundesstaat Missouri. Bis Ende 2026 peilt der Konzern eine vertraglich gesicherte Leistung von mehr als drei Gigawatt an.
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Hoher Kapitalbedarf trifft auf Wachstumsziele
Diese Infrastruktur-Offensive kostet Geld. Allein für das Jahr 2026 plant Nebius Kapitalausgaben von bis zu 20 Milliarden Dollar. Um diese Summen zu stemmen, schloss das Unternehmen im März eine milliardenschwere Wandelanleihe ab.
Dem enormen Cash-Burn stehen ambitionierte Umsatzziele gegenüber. Bis Ende 2026 soll die jährliche Umsatzrate auf bis zu neun Milliarden Dollar klettern.
Das entspräche einem massiven Sprung. Für Ende 2025 rechnet das Management mit lediglich 1,25 Milliarden Dollar. Analysten bleiben trotz der ambitionierten Vorgaben mehrheitlich optimistisch und rufen ein durchschnittliches Kursziel von 163 Dollar aus.
Ende April legt Nebius die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Bericht liefert den ersten harten Datenpunkt des Jahres. Dann muss das Management belegen, ob sich die teuren Infrastruktur-Investitionen bereits in dem Umsatzwachstum niederschlagen, das die aktuelle Bewertung zwingend erfordert.
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