Die Papiere der Nebius Group haben im vergangenen Jahr eine bemerkenswerte Rally hingelegt und sich fast verfünffacht. Während die Wall Street weiterhin zum Kauf rät, zieht die Führungsetage offenbar andere Schlüsse. Mehrere Top-Manager haben in den vergangenen Tagen Aktien in Millionenhöhe abgestoßen – ein Kontrast, der bei Anlegern für berechtigte Aufmerksamkeit sorgt.
Anfang April trennten sich gleich mehrere Führungskräfte von ihren Anteilen. Chief Infrastructure Officer Andrey Korolenko verkaufte Papiere für über 2,6 Millionen US-Dollar, während auch der Technologiechef und der Chefjurist Kasse machten. Zwar veräußerte CEO Arkadiy Volozh ebenfalls Aktien im Wert von knapp 3,5 Millionen US-Dollar, hierbei handelte es sich laut SEC-Meldung jedoch lediglich um automatische Verkäufe zur Deckung von Steuerlasten. Bemerkenswert bleibt die grundlegende Tendenz. In den letzten sechs Monaten gab es bei Nebius auf dem freien Markt ausschließlich Insiderverkäufe, aber keinen einzigen Zukauf.
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Analysten jubeln, die Zahlen enttäuschen
Trotz der Verkäufe aus der Chefetage bleibt die Wall Street äußerst optimistisch. Neun von 13 Analysten vergeben ein klares Kaufsignal und sehen das durchschnittliche Kursziel bei 167 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von knapp 50 Prozent entspricht. Basis für diese Euphorie ist der massive Ausbau von KI-Rechenzentren und die geplante Integration der neuen Nvidia Vera Rubin Plattform in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Ein Blick auf die jüngste Bilanz dämpft diese Fantasie allerdings etwas. Im vierten Quartal verfehlte das Unternehmen mit einem Verlust von 0,69 US-Dollar je Aktie die Erwartungen deutlich. Auch der Umsatz blieb mit 227,7 Millionen US-Dollar hinter den Analystenprognosen zurück.
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Milliardeninvestitionen bergen Verwässerungsrisiko
Der eigentliche Knackpunkt für Investoren liegt in der aggressiven Expansionsstrategie. Nebius plant für das laufende Jahr 2026 gigantische Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Dem stehen erwartete Einnahmen von maximal 3,4 Milliarden US-Dollar gegenüber. Obwohl ein Großteil der Finanzierung gesichert ist, fehlen noch rund 40 Prozent der benötigten Mittel. Das Unternehmen prüft daher weitere Kredite oder die Ausgabe neuer Aktien. Eine Verwässerung der bestehenden Anteile ist in diesem Wachstumsplan bereits fest einkalkuliert.
Die ehrgeizigen Ziele sind klar definiert: Bis Ende 2026 soll die Rechenzentrumskapazität von 170 Megawatt auf bis zu ein Gigawatt steigen. Um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, muss Nebius den Bau der neun weltweit geplanten Rechenzentren nun fehlerfrei umsetzen und die angepeilte operative Marge von 40 Prozent erreichen. Jeder Fehltritt bei der Kapitalbeschaffung oder Verzögerungen beim Ausbau dürften bei der ohnehin hochvolatilen Aktie zu empfindlichen Korrekturen führen.
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