Nebius Aktie: Unveränderte Markterwartungen

Die Aktie der Nebius Group verlor über 13 Prozent, getrieben von Branchensorgen nach CoreWeave-Investitionsankündigungen. Das Unternehmen verfügt jedoch über einen 20-Milliarden-Dollar-Auftragsbestand und eine solide Bilanz.

Nebius Aktie
Kurz & knapp:
  • Massiver Kursverlust von über 13 Prozent
  • Auftragsbestand von über 20 Milliarden Dollar
  • Umsatzwachstum von 547 Prozent im letzten Quartal
  • Solide Bilanz im Vergleich zu verschuldeten Wettbewerbern

Die Aktie der Nebius Group geriet am Freitag massiv unter die Räder und verlor über 13 Prozent an Wert. Auslöser waren jedoch nicht eigene Hiobsbotschaften, sondern enttäuschende Zahlen des Konkurrenten CoreWeave, die den gesamten KI-Infrastruktur-Sektor belasteten. Während die Kurse fallen, sitzt Nebius auf einem Auftragsbestand von über 20 Milliarden Dollar – bietet der Rücksetzer also eine Chance für mutige Anleger?

Ein Sektor unter Generalverdacht

Der Freitag endete für Aktionäre schmerzhaft: Das Papier schloss bei 91,19 Dollar, ein Minus von 13,05 Prozent. Das Handelsvolumen sprang dabei auf fast 22,8 Millionen Aktien an – fast das Dreifache des Vortages. Verantwortlich für den Ausverkauf war der Rivale CoreWeave. Dessen Ankündigung, die Investitionsausgaben für 2026 mehr als zu verdoppeln, schickte Schockwellen durch den Markt. Investoren bestraften den gesamten „Neocloud“-Sektor aus Sorge vor explodierenden Kosten, auch wenn es keine unternehmensspezifischen Nachrichten zu Nebius gab.

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Dabei lieferte Nebius selbst gemischte, aber wachstumsstarke Zahlen. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 stieg um enorme 547 Prozent auf 227,7 Millionen Dollar, verfehlte damit jedoch knapp die Erwartungen. Ein wichtiges Signal für die Profitabilität: Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 24 Prozent, womit das operative Ergebnis erstmals ins Plus drehte.

20-Milliarden-Dollar-Polster

Fundamental spricht vieles gegen Panik. Das Unternehmen verfügt über einen massiven Auftragsbestand von über 20 Milliarden Dollar. Allein die im November 2025 unterzeichneten Verträge mit Meta (3 Milliarden Dollar) und Microsoft (19 Milliarden Dollar) sichern Einnahmen über fünf Jahre. Die Auslieferungen an Microsoft laufen bereits planmäßig.

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Um diese Nachfrage zu bedienen, plant das Management eine aggressive Expansion. Die Kapazität soll bis Ende 2026 von 170 Megawatt auf bis zu ein Gigawatt steigen. Dafür sind Investitionen von 16 bis 20 Milliarden Dollar veranschlagt, wovon laut Unternehmensangaben bereits 60 Prozent finanziert sind. Im Gegensatz zum hochverschuldeten Rivalen CoreWeave (14,67 Milliarden Dollar Schulden) steht Nebius mit Verbindlichkeiten von 4,1 Milliarden Dollar bilanztechnisch solider da.

Spannung vor Morgan Stanley Event

Mit dem heutigen Handelsstart richtet sich der Blick nach vorn. Am 4. März treten CEO Volozh und Vertriebschef Boroditsky auf der Morgan Stanley TMT-Konferenz auf. Investoren erwarten dort konkrete Aussagen zur Ausgabendisziplin und zur Geschwindigkeit des Ausbaus. Gelingt es dem Management, die Sorgen um die Kapitaleffizienz zu zerstreuen, könnte sich der Kurssturz vom Freitag als überzogen erweisen. Bis zu den nächsten Quartalszahlen im April bleibt die Aktie jedoch abhängig von der Stimmung im volatilen Infrastruktur-Sektor.

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