Nel ASA hat in zwei Wochen rund 50 Prozent an Wert gewonnen. Allein am vergangenen Freitag legte die Aktie mehr als 15 Prozent zu und schloss bei 2,485 Norwegischen Kronen. Was treibt eine Aktie so stark, deren Quartalszahlen alles andere als überzeugend waren?
Schwache Zahlen, starke Erwartungen
Im ersten Quartal 2026 erzielte der norwegische Elektrolyseur-Hersteller Einnahmen von 152 Millionen Norwegischen Kronen — ein Rückgang gegenüber 175 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA blieb mit minus 100 Millionen tief im Minus, verbesserte sich aber um 15 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang lag bei mageren 85 Millionen Kronen.
Zwei neue PEM-Aufträge sorgen für etwas Aufhellung. Mesure Process, eine Tochter von Synqo Energies, bestellte Containereinheiten für ein europäisches Wasserstoffprojekt — bereits die zweite Bestellung dieses Kunden. Das Douglas County Public Utility District im US-Bundesstaat Washington kauft einen Elektrolyseur, der Überschussstrom aus einem Wasserkraftwerk nutzen soll. Beide Verträge haben jeweils einen Wert von rund sieben Millionen US-Dollar.
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Insider kaufen, Anreize werden neu ausgerichtet
Verwaltungsratschef Arvid Moss kaufte kurz nach den Quartalsergebnissen 100.000 Aktien zu durchschnittlich 2,25 Kronen — ein klares Signal aus dem Aufsichtsgremium. Parallel dazu stimmte die Hauptversammlung im April für die Abschaffung des alten Aktienoptionsprogramms, das keinerlei Leistungskriterien enthielt. CEO Håkon Volldal gab freiwillig 1,5 Millionen alte Optionen zurück. Künftig gelten Performance Share Units, die direkt an operative Ziele geknüpft sind.
Hinzu kommt ein neues Nachfrageargument: Energiesicherheit und Resilienz rücken als Themen in den Vordergrund, auch mit Blick auf verteidigungsnahe Anwendungen. Spannungen rund um den Iran und Berichte über Produktionsausfälle bei fossilen Energieträgern verstärken das Interesse an grünem Wasserstoff als strategischer Alternative.
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Alles hängt am 6. Mai
Am Dienstag präsentiert Nel sein neues druckbasiertes Alkali-Elektrolyseur-System — acht Jahre Entwicklungsarbeit sollen die Ökonomie der Wasserstoffproduktion neu definieren. Das Unternehmen verspricht 80 Prozent weniger Platzbedarf, 40 bis 60 Prozent niedrigere Investitionskosten und einen Energieverbrauch von unter 50 Kilowattstunden pro Kilogramm Wasserstoff. Der EU-Innovationsfonds fördert die Technologieentwicklung mit bis zu 135 Millionen Euro — rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten — eine erste Meilensteinzahlung von mehr als zehn Millionen Euro steht unmittelbar bevor.
Allerdings drohen Abschreibungen: Nel prüft den Buchwert zweier stillgelegter 500-Megawatt-Produktionslinien für atmosphärische Alkali-Systeme am Standort Herøya. Der Übergang zur neuen Plattform könnte Wertberichtigungen auf diese Altanlagen auslösen.
Ob die Rally auf echtem Substanzwert beruht oder auf Vorschusslorbeeren, wird sich spätestens am 15. Juli zeigen — wenn Nel die Halbjahreszahlen vorlegt. Bis dahin setzt der Launch vom Dienstag den Ton.
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