Bei Nel ASA herrscht aktuell eine angespannte Ruhe. Der Wasserstoff-Spezialist steckt in einer zähen Hängepartie fest. Anleger warten dringend auf frische Impulse aus dem operativen Geschäft. Die jüngsten Kursverluste spiegeln diese Unsicherheit deutlich wider.

Schwacher Umsatz drückt die Stimmung

Am Montag schloss die Aktie in Oslo bei 2,315 Norwegischen Kronen. Damit bewegt sich der Kurs nah am Jahrestief von 1,919 Kronen. Der Börsenwert beläuft sich derzeit auf rund 4,28 Milliarden Kronen.

Die fundamentale Lage erklärt die Zurückhaltung der Investoren. Der Umsatz der vergangenen zwölf Monate fiel um knapp 25 Prozent auf 955 Millionen Kronen. Frische Aufträge lassen auf sich warten. Die Folge: Der Aktienkurs bröckelt. Seit dem Rücktritt des CEOs Mitte Juni gab es keine neuen Unternehmensmeldungen.

Analysten raten zum Verkauf

Die Experten an der Seitenlinie zeigen sich überwiegend pessimistisch. Der Konsens von 13 Analysten lautet aktuell auf „Verkaufen“. Sie rufen ein durchschnittliches Kursziel von 2,12 Kronen aus. Das entspricht einem weiteren Abwärtspotenzial von gut acht Prozent.

Ein Ausweg aus dieser Lethargie erfordert harte Fakten. Am 15. Juli legt Nel ASA den Halbjahresbericht vor. Bis dahin befindet sich das Management in der vorgeschriebenen Schweigephase.

Dieser Termin markiert den nächsten wichtigen Prüfstein. Der Konzern muss dann zwingend eine stärkere Auftragslage und strikte Kostenkontrolle nachweisen. Nur konkrete Fortschritte beim Verkauf von Elektrolyseuren können die aktuelle Skepsis am Markt durchbrechen.