Nel ASA steuert auf einen entscheidenden Frühjahrsmonat zu. Am 10. April findet die Hauptversammlung statt — erstmals vollständig digital —, zwölf Tage später folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Für ein Unternehmen, das gerade eine tiefgreifende technologische und finanzielle Transformation durchläuft, sind diese Wochen mehr als Routine.
Ein schwieriges 2025 als Ausgangspunkt
Das abgelaufene Geschäftsjahr war belastet: Der Umsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 963 Millionen Norwegische Kronen (NOK), was Nel auf die unregelmäßigen Lieferrhythmen bei Großprojekten zurückführte. Das Nettoergebnis im vierten Quartal fiel mit −870 Millionen NOK deutlich schlechter aus als im Vorquartal (−85 Millionen NOK).
Das Auftragsgeschäft erzählte allerdings eine andere Geschichte. Allein im vierten Quartal stieg der Auftragseingang um 364 Prozent auf 686 Millionen NOK — davon entfielen 93 Prozent auf die PEM-Sparte. Zum Jahresende wuchs der Auftragsbestand auf 1,319 Milliarden NOK, ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Größter Einzelauftrag war ein 40-Megawatt-PEM-Elektrolyseur für zwei norwegische Standorte des Unternehmens HYDS — nach eigenen Angaben der bislang größte PEM-Auftrag nach Kapazität.
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Die neue Plattform als Kernwette
Im Mittelpunkt der Transformation steht die neue „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform im Werk Herøya. Der Vorstand genehmigte im Dezember 2025 die Industrialisierung der seit 2018 entwickelten Technologie. Die erste Phase zielt auf eine Fertigungskapazität von einem Gigawatt und erfordert rund 300 Millionen NOK — etwa 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden durch einen EU-Zuschuss von bis zu 135 Millionen Euro abgedeckt.
Die Vorteile der neuen Plattform gegenüber dem Vorgänger sind auf dem Papier beachtlich: bis zu 80 Prozent kleinerer Systemfußabdruck, Kostensenkungen von 40 bis 60 Prozent. Der kommerzielle Rollout ist für die erste Hälfte 2026 geplant, größere Volumenlieferungen sollen ab 2027 folgen.
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Strategischen Rückenwind erhielt Nel 2025 durch den Einstieg von Samsung Engineering & Construction: Der koreanische Konzern erwarb für rund 33 Millionen US-Dollar einen Anteil von 9,1 Prozent und ist damit größter Einzelaktionär. Nel wurde im Gegenzug als bevorzugter globaler Wasserstoffpartner von Samsung E&A nominiert.
Was April zeigen muss
Die Aktie notiert aktuell rund 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 — der Markt wartet auf Belege, dass der starke Auftragsbestand in nachhaltige Umsätze umgewandelt werden kann. Der Q1-Bericht am 22. April ist der erste konkrete Prüfstein dafür, ob die Restrukturierung greift. Der Halbjahresbericht am 15. Juli 2026 wird dann zeigen, wie weit die neue Plattform im kommerziellen Betrieb tatsächlich trägt.
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