Nel ASA Aktie: Chairman Moss kauft für 225 Millionen NOK

Nel-Verwaltungsratschef Arvid Moss kauft Aktien vor dem Start einer neuen, kostensenkenden Elektrolyse-Plattform. Der Kurs reagiert mit einem Plus.

Nel ASA Aktie
Kurz & knapp:
  • Verwaltungsratschef erwirbt 100.000 Aktien
  • Neue Plattform soll Kosten drastisch senken
  • EU-Unterstützung in Millionenhöhe gesichert
  • Aktie legt auf Monatssicht deutlich zu

Arvid Moss setzt ein Zeichen. Der Verwaltungsratschef von Nel ASA hat erstmals im großen Stil eigene Aktien gekauft. Dieser Vertrauensbeweis trifft auf einen Markt, der die Papiere des Wasserstoffspezialisten bereits nach oben treibt. Allein am heutigen Mittwoch klettert der Kurs um gut sechs Prozent auf 0,24 Euro.

Moss erwarb 100.000 Anteilscheine zu einem Durchschnittspreis von rund 2,25 norwegischen Kronen. Das Timing dieser Transaktion fällt auf. Der Kauf erfolgte nur wenige Tage nach der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal 2026. Diese fielen gemischt aus.

Auf der Ertragsseite zeigt das harte Umbauprogramm erste Erfolge. Die Personalkosten sanken um mehr als ein Fünftel, wodurch sich der Nettoverlust auf 144 Millionen Kronen verringerte. Der Umsatz ging indes auf 152 Millionen Kronen zurück. Sorgen bereitet weiterhin die Auftragslage. Der Auftragsbestand schrumpfte im Jahresvergleich um fast ein Viertel.

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CEO Håkon Volldal blickt dennoch optimistisch auf das laufende Halbjahr. Für die PEM-Sparte erwartet er in den kommenden Monaten weitere Vertragsabschlüsse. Neue Impulse kommen aus dem Bereich der Energiesicherheit. Dezentrale und flexible Wasserstofflösungen rücken zunehmend in den Fokus von Verteidigungs- und Infrastrukturprojekten.

Neue Technologie soll Kosten senken

Der eigentliche Kurstreiber steht am 6. Mai an. Nel präsentiert dann eine neue Plattform für die Druck-Alkali-Elektrolyse. Volldal spricht von einem technologischen Quantensprung. Das System soll die Investitionskosten um bis zu 60 Prozent drücken.

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Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit bis zu 135 Millionen Euro aus ihrem Innovationsfonds. Die finale Investitionsentscheidung für den Aufbau einer Produktionskapazität von einem Gigawatt am norwegischen Standort Herøya ist bereits gefallen. Erste Serienlieferungen plant das Management für das Jahr 2027.

Finanziell ist der Hochlauf abgesichert. Ein Cashbestand von 1,4 Milliarden Kronen finanziert den Betrieb laut Vorstand durchgehend bis Jahresende.

An der Börse wird der bevorstehende Produktstart bereits eingepreist. Auf Monatssicht hat die Aktie rund 25 Prozent zugelegt und kratzt am 52-Wochen-Hoch. Der nächste fundamentale Prüfstein folgt am 15. Juli mit der Halbjahresbilanz.

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