Die Osloer Börse hatte am Donnerstag einen überraschenden Spitzenreiter. Während der OBX-Index leicht nachgab, zog die Aktie von Nel ASA kräftig an – und das aus gutem Grund.
Nel ASA stieg um 4,54 Prozent auf 3,11 NOK. Zum Vergleich: Der OBX-Index verlor zeitgleich 0,08 Prozent. In Euro notiert die Aktie aktuell bei 0,33 € – ein neues 52-Wochen-Hoch. Rund 82 Prozent beträgt der Abstand zum Jahrestief, die 200-Tage-Linie liegt gut 58 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Neuer Elektrolyseur als Kurstreiber
Auslöser der Rally ist der kommerzielle Start einer neuen Technologieplattform. Am 6. Mai brachte Nel einen Druck-Alkali-Elektrolyseur der nächsten Generation auf den Markt – entwickelt für Großprojekte. Das System soll laut Unternehmensangaben für 25-MW-Anlagen Gesamtkosten von unter 1.450 Dollar pro kW ermöglichen. Industrievergleiche zeigen, dass Wettbewerbslösungen teils bei 3.000 Dollar pro kW liegen.
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Die Industrialisierung wird von der EU gestützt. Der Innovationsfonds hat einen Zuschuss von bis zu 135 Millionen Euro bewilligt – rund 60 Prozent der anfallenden Kosten. Bis Ende 2026 will Nel am Standort Herøya eine jährliche Produktionskapazität von 500 MW für diese Plattform aufbauen.
Gemischte Bilanz im ersten Quartal
Die Euphorie überdeckt schwache operative Kennzahlen nicht völlig. Nel erzielte im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von 148 Millionen NOK – ein Rückgang um fünf Prozent im Vorjahresvergleich. Das EBITDA blieb mit minus 100 Millionen NOK negativ, verbesserte sich aber um 15 Millionen NOK. Der Auftragsbestand sank um 24 Prozent auf 1,113 Milliarden NOK.
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Positiv fällt der Sparkurs ins Gewicht. Die Personalkosten gingen um 21 Prozent zurück, die Belegschaft schrumpfte um 26 Prozent vom Höchststand. Die Barreserve blieb mit rund 1,4 Milliarden NOK stabil – ein Polster für die laufende Industrialisierung.
Das Management rechnet mit steigenden Auftragseingängen im Laufe des Jahres. Treiber sollen modulare PEM-Lieferungen und die neue Druck-Alkali-Plattform sein. Parallel arbeitet Nel an einem PEM-Prototyp der nächsten Generation, der später in diesem Jahrzehnt die Stack-Kosten deutlich senken soll. Ob die Technologie-Vorsprünge ausreichen, um den Umbruch im Wasserstoffmarkt zu finanzieren – das wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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