Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel ASA hat die Märkte Ende Februar mit einem gewaltigen Kurssprung von über 20 Prozent überrascht. Dabei präsentierte das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte. Doch was trieb die Anleger angesichts dieser tiefroten Zahlen massiv in die Aktie? Ein Blick auf die jüngsten Auftragsbücher liefert die Antwort.
Rote Zahlen durch Strategiewechsel
Auf den ersten Blick lesen sich die Geschäftszahlen für 2025 ernüchternd. Der Jahresumsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 963 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Im Schlussquartal verbuchte das Unternehmen zudem einen Nettoverlust von 870 Millionen NOK. Verantwortlich für diesen drastischen Fehlbetrag ist jedoch primär nicht das operative Tagesgeschäft.
Der Verlust resultiert größtenteils aus hohen nicht-zahlungswirksamen Abschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK. Diese spiegeln die strategische Abkehr von der älteren Alkali-Technologie hin zu einer neuen Produktgeneration wider. Das Management bereinigt damit die Bilanz, um sich auf effizientere Anlagen zu konzentrieren.
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Volle Auftragsbücher treiben den Kurs
Genau dieser Fokus auf die Zukunft überzeugte die Investoren. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen mit 686 Millionen NOK den zweitbesten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte. Das entspricht einem Zuwachs von beeindruckenden 364 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Fast alle neuen Aufträge stammen aus der leistungsstarken PEM-Sparte (Proton Exchange Membrane).
Gestützt wird diese dynamische Entwicklung durch wichtige strategische Partnerschaften. Besonders die Allianz mit Samsung E&A zahlt sich aus. Die Südkoreaner stiegen bereits im März 2025 zum größten Einzelaktionär auf, halten aktuell 9,1 Prozent der Anteile und öffnen als starker Partner zunehmend die Türen für globale Großprojekte.
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Neue Technologie vor dem Marktstart
Um die ehrgeizigen Wachstumsziele umzusetzen, fließt viel Kapital in den Ausbau des Standorts Herøya. Dort soll noch im ersten Halbjahr dieses Jahres die neue Alkali-Druckelektrolyse-Plattform auf den Markt kommen. Diese neue Generation soll den Platzbedarf für Kunden um 80 Prozent reduzieren und die Investitionskosten deutlich senken.
Finanziell ist der Anlagenbauer für diese Skalierung solide aufgestellt. Mit Barreserven von rund 1,6 Milliarden NOK verfügt das Unternehmen über ein ausreichendes Polster, um den Ausbau der Produktionskapazitäten und weitere Forschungsarbeiten zu finanzieren. Zudem federn Fördermittel aus dem EU-Innovationsfonds von bis zu 135 Millionen Euro die Investitionskosten ab.
Die jüngste Kursrally zeigt, dass der Markt den strategischen Umbau und den massiven Auftragsbestand honoriert. Nun muss das Management beweisen, dass es diese Rekordaufträge zügig und profitabel abarbeiten kann. Die nächsten konkreten Einblicke in diesen Transformationsprozess erhalten Anleger bereits am 10. April auf der Hauptversammlung sowie am 22. April mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026.
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