Der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel ASA hat an seinem Hauptstandort Herøya ein wichtiges operatives Ziel erreicht. Mit der vollständigen Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie steigt die jährliche Fertigungskapazität auf ein Gigawatt. Dieser Schritt markiert den Abschluss jahrelanger Investitionen und soll die Produktionskosten für grünen Wasserstoff in Zukunft deutlich senken.
Fokus auf Kostensenkung
Die Ausweitung der Kapazitäten in Norwegen ist eng mit der Einführung einer neuen Technologie-Generation verknüpft. Nach erfolgreichen Tests eines Prototyps plant Nel, sein neues Druck-Alkali-System in der ersten Jahreshälfte 2026 kommerziell auf den Markt zu bringen. Das modular aufgebaute System verspricht eine Reduzierung des Platzbedarfs um 80 Prozent sowie um 40 bis 60 Prozent niedrigere Investitionskosten (CAPEX).
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Die in Standardcontainern gelieferten Einheiten werden vor der Auslieferung im Werk getestet und sind für den Außeneinsatz konzipiert. Dies macht teure Gebäudeinfrastruktur überflüssig und beschleunigt die Installation. Damit adressiert das Unternehmen direkt das größte Hindernis der Branche: die aktuell noch zu hohen Gestehungskosten für grünen Wasserstoff. An der Börse wird die operative Entwicklung wohlwollend begleitet, was sich in einem Kursplus von knapp 17 Prozent auf Monatssicht bei einem aktuellen Preis von 0,21 Euro widerspiegelt.
EU-Förderung stützt Finanzierung
Finanziell wird der Ausbau durch europäische Fördermittel flankiert. Für die erste Ausbaustufe auf ein Gigawatt, die Investitionen von rund 300 Millionen Norwegischen Kronen erfordert, hat die Europäische Union Zuschüsse von bis zu 135 Millionen Euro zugesagt. Diese decken bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Langfristig peilt Nel in Herøya eine Kapazität von vier Gigawatt an.
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Das Marktumfeld bleibt derweil zweigespalten. Während Branchenprognosen ein enormes Marktwachstum bis 2033 vorhersagen, bremsen aktuell hohe Produktionskosten und ein schleppender Infrastrukturausbau die Dynamik in Europa. Nel konkurriert in diesem Umfeld primär mit westlichen Herstellern wie Thyssenkrupp Nucera und ITM Power, sieht sich aber auch dem Preisdruck chinesischer Anbieter ausgesetzt.
Das Management strebt auf Basis der neuen Kapazitäten nun ein positives EBITDA an und vollzieht damit den strategischen Wechsel vom reinen Kapazitätsaufbau hin zur Margenoptimierung. Konkrete Details zur Verteilung der anstehenden Investitionskosten für die Jahre 2026 und 2027 liefert der Unternehmenskalender im kommenden Monat: Am 10. April findet die Hauptversammlung statt, gefolgt von den Zahlen zum ersten Quartal am 22. April.
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