Unmittelbar vor der morgigen Hauptversammlung sieht sich Nel ASA mit neuen handelspolitischen Hürden konfrontiert. Während das Unternehmen auf einen massiven Auftragszuwachs blickt, trüben frische US-Zölle auf Elektrolyseure die Margenaussichten. Die Maßnahme trifft den Wasserstoffspezialisten in einer ohnehin herausfordernden finanziellen Phase.
Margendruck durch Handelshürden
Ein Aufschlag von 20 Prozent auf europäische Elektrolyseure in den USA verändert aktuell die Wettbewerbsdynamik. Für reine Anbieter wie Nel, die Produktionsstätten in Norwegen und den Vereinigten Staaten betreiben, bedeutet dies einen direkten Kostendruck. Die Zölle verteuern importierte Komponenten erheblich und belasten die Profitabilität der grünen Wasserstoffproduktion.
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Diese externe Belastung trifft auf ein gemischtes Zahlenwerk aus dem vierten Quartal. Einerseits verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 20 Prozent auf 330 Millionen norwegische Kronen sowie einen Nettoverlust von 870 Millionen Kronen. Dieser Fehlbetrag war stark durch Abschreibungen auf Anlagen in Herøya geprägt. Andererseits stiegen die Auftragseingänge rasant um 364 Prozent auf 686 Millionen Kronen an. Dieser Zuwachs geht primär auf einen Großauftrag der PEM-Sparte zurück.
Neue Technologie und Analysten-Skepsis
Als strategische Antwort auf die hohen Kosten treibt das Management die nächste Generation von Druck-Alkali-Elektrolyseuren voran. Das Unternehmen hat die finale Investitionsentscheidung für eine Produktionskapazität von bis zu einem Gigawatt am Standort Herøya getroffen. Die neue Technologie soll den Platzbedarf um 80 Prozent reduzieren und die Investitionskosten um bis zu 60 Prozent senken. Der EU-Innovationsfonds unterstützt das Projekt mit bis zu 135 Millionen Euro.
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Trotz dieser technologischen Fortschritte und einer soliden Liquidität von 1,6 Milliarden Kronen bleiben Marktexperten vorsichtig. Die jüngste Kursentwicklung spiegelt diese Zurückhaltung wider: Nach einem Rückgang von knapp acht Prozent auf Jahressicht notierte das Papier gestern bei 0,19 Euro. Mehrere Analysten haben ihre Erwartungen im Vorfeld der Quartalszahlen nach unten korrigiert:
- Berenberg: Einstufung auf „Hold“ belassen, Kursziel von 2,60 auf 2,30 NOK gesenkt.
- Citigroup: Kursziel von 2,70 auf 2,40 NOK reduziert.
Auf der morgigen digitalen Hauptversammlung steht neben den operativen Herausforderungen auch eine wichtige Personalie an. Die Aktionäre stimmen über die Verlängerung des Mandats von Gyuyeon Kang ab. Er vertritt Samsung E&A, den mit 9,1 Prozent größten institutionellen Investor von Nel. Bereits am 22. April folgen dann die Zahlen für das erste Quartal 2026. Dieser Bericht wird konkrete Daten liefern, inwieweit sich die starken Auftragseingänge des Vorjahres nun in tatsächliche Umsätze übersetzen lassen.
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