Der norwegische Wasserstoff-Spezialist verbucht für das abgelaufene Jahr 2025 eine tiefrote Bilanz. Während hohe Abschreibungen auf alte Technologien ein enormes Loch in die Kasse reißen, schnellen gleichzeitig die neuen Aufträge in die Höhe. Kann die radikale Neuausrichtung auf die nächste Technologie-Generation das Blatt wenden?
Rote Zahlen, volle Auftragsbücher
Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von rund 31 Prozent auf 963 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Der Nettoverlust weitete sich auf 1,27 Milliarden NOK aus. Hauptgrund für dieses Minus waren im vierten Quartal Wertminderungen in Höhe von 799 Millionen NOK. Diese Abschreibungen betreffen vor allem Produktionsanlagen für ältere Alkali-Elektrolyseure am Standort Herøya sowie Firmenwerte im PEM-Segment. Sie spiegeln die strategische Abkehr von der Technologie der ersten Generation wider.
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Dem gegenüber steht ein bemerkenswerter Anstieg beim Auftragseingang. Im Schlussquartal kletterte dieser Wert um 364 Prozent auf 686 Millionen NOK. Der Auftragsbestand wuchs damit auf 1,32 Milliarden NOK an. Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem Großaufträge von HyFuel, Kaupanes sowie eine neue Partnerschaft mit Samsung E&A.
Die nächste Generation als Hoffnungsträger
Die Antwort auf die anhaltenden Verluste liegt in der neuen „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform. Der Vorstand hat die finale Investitionsentscheidung getroffen, um in Norwegen eine Produktionskapazität von zunächst einem Gigawatt (GW) aufzubauen. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch EU-Fördermittel von bis zu 135 Millionen Euro, die einen Großteil der Investitionskosten abdecken.
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Die neue Technologie verspricht erhebliche Kostenvorteile: Der Platzbedarf der Anlagen soll um 80 Prozent sinken, während die Investitionskosten (CAPEX) um 40 bis 60 Prozent reduziert werden. Die kommerzielle Markteinführung ist bereits für das laufende erste Halbjahr 2026 geplant. Damit positioniert sich das Unternehmen für die erwartete Skalierung im Jahr 2027.
Finanziell ist dieser technologische Übergang vorerst abgesichert. Mit liquiden Mitteln von 1,62 Milliarden NOK am Jahresende 2025 verfügt Nel über ein solides Polster. An der Börse in Oslo notiert die Aktie nach den jüngsten Rückgängen weiterhin im Bereich von 2,13 NOK. Neue fundamentale Impulse liefert der 22. April mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2026. Bis dahin erfordert die hohe Bewertung einen klaren Nachweis, dass sich der Auftragsbestand von 1,32 Milliarden NOK zeitnah in zählbare Umsätze umwandeln lässt.
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