Nel ASA hat seine Hauptversammlung am 10. April als digitales Event abgehalten — und schon richtet sich der Blick der Anleger auf den 22. April. Dann legt das norwegische Wasserstoffunternehmen seine Quartalszahlen vor. Die eigentliche Frage ist seit Monaten dieselbe: Wann schlägt sich das prall gefüllte Auftragsbuch endlich in echten Umsätzen nieder?
Das Kernproblem: Aufträge ohne Umsatz
Die Zahlen des vergangenen Jahres zeigen das Dilemma deutlich. Der Umsatz brach um 31 % auf 963 Millionen Norwegische Kronen ein — laut Management wegen unregelmäßiger Lieferpläne bei Großprojekten. Gleichzeitig explodierte der Auftragseingang: allein im vierten Quartal ein Plus von 364 %. Der Auftragsbestand überstieg zum Jahresende 1,3 Milliarden Kronen.
Trotzdem schrieb Nel tief rote Zahlen. Eine hohe nicht-zahlungswirksame Abschreibung auf Produktionsanlagen drückte den Nettoverlust auf 870 Millionen Kronen. Die Liquidität von rund 1,6 Milliarden Kronen gibt zwar Spielraum, löst aber das strukturelle Problem nicht: Aufträge müssen in Umsatz umgewandelt werden — und genau das gelingt Nel bislang nicht zuverlässig.
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Analysten ohne Enthusiasmus
Berenberg senkte sein Kursziel von 2,60 auf 2,30 Norwegische Kronen und behielt das „Hold“-Rating bei. Citigroup folgte mit einer Reduktion von 2,70 auf 2,40 NOK. Beide Institute kritisieren die schwer kalkulierbare Umsatzrealisierung und den noch ungetesteten Markterfolg neuer Produktlinien.
Die Aktie notiert aktuell knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,18 Euro — ein Niveau, das die anhaltende Skepsis des Marktes widerspiegelt.
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Technologie-Wette auf 2026
Auf der Hauptversammlung wurde zudem das Mandat von Gyuyeon Kang verlängert, dem Vertreter von Samsung E&A im Aufsichtsrat. Der südkoreanische Anlagenbauer hält seit März 2025 rund 9,1 % an Nel — ein Engagement, das als Bekenntnis zur langfristigen Zusammenarbeit gilt.
Mittelfristig setzt Nel auf seine neue „Next Generation Pressurized Alkaline“-Elektrolyseur-Plattform. Das System soll bis zu 60 % günstiger herzustellen sein als bisherige Modelle und in der ersten Jahreshälfte 2026 kommerziell starten — gefördert mit bis zu 135 Millionen Euro aus EU-Mitteln.
Der Quartalsbericht am 22. April wird zeigen, ob der starke Auftragseingang aus dem zweiten Halbjahr 2025 nun endlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ankommt. Für Aktionäre ist es der wichtigste Datenpunkt des Jahres.
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