Jahrelange juristische Unsicherheit im US-Markt — und nun ein klares Ende. Nel ASA hat sich mit der Iwatani Corporation of America außergerichtlich geeinigt und damit eine Klage aus dem Weg geräumt, die seit Anfang 2024 über dem Unternehmen schwebte.
Wie es dazu kam
Im Februar 2024 reichte Iwatani Corporation of America Klage vor einem Bundesgericht in Kalifornien ein. Der Vorwurf: Probleme mit gelieferten Wasserstoff-Tankstellenanlagen und zugehörigen Serviceleistungen, die Nel über seine US-Tochter NEL Hydrogen Inc. bereitgestellt hatte. Damals wies Oslo die Anschuldigungen entschieden zurück. Nun akzeptiert Nel die Einigung — und erklärt die Differenzen mit den typischen Anfangsschwierigkeiten einer jungen Industriebranche.
Die Rechnung für den Frieden
Nel zahlt 7,5 Millionen US-Dollar. Die ehemalige Konzerntochter Cavendish Hydrogen trägt eine eigene Vergleichssumme von 3 Millionen US-Dollar. Neben den beiden Unternehmen sind auch vier Einzelpersonen Teil des Settlements.
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Das Kapital fehlt Nel an anderer Stelle. Der Elektrolyseur-Spezialist kämpft in einem schwierigen Marktumfeld um Aufträge und Marktanteile — da tut jeder Liquiditätsabfluss weh. Auf der anderen Seite fallen künftige Anwaltskosten in diesem Fall weg, und das Risiko einer unkalkulierbaren Schadensersatzforderung ist vom Tisch.
Marktreaktion: Zunächst Skepsis, dann Erholung
An der Osloer Börse war die erste Reaktion negativ — Anleger sahen vor allem den Barmittelabfluss. Im Tagesverlauf drehte das Papier jedoch ins Plus, getragen von der Erkenntnis, dass die Rechtsunsicherheit im nordamerikanischen Geschäft nun endgültig ausgeräumt ist.
Ob sich daraus mehr als eine technische Gegenbewegung entwickelt, hängt von Nels operativer Entwicklung ab. Der Auftragseingang hat zuletzt stark nachgegeben, und die fundamentale Ertragslage bleibt angespannt. Der Vergleich räumt ein Hindernis aus dem Weg — er ersetzt kein Wachstum.
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