Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel ASA steht vor richtungsweisenden Terminen. Auf der anstehenden Hauptversammlung am Freitag wird nicht nur über Formalien abgestimmt, sondern auch der Einfluss des größten Einzelaktionärs Samsung E&A zementiert. Gleichzeitig warten Investoren gespannt darauf, ob sich die prall gefüllten Auftragsbücher endlich in zählbaren Umsatz verwandeln.
Strategischer Partner rückt auf
Am 10. April hält das Unternehmen seine digitale Hauptversammlung ab. Ein zentraler Punkt der Tagesordnung ist die Bestätigung eines Samsung-E&A-Vertreters im Aufsichtsrat. Der südkoreanische Konzern hatte sich im März 2025 mit 9,1 Prozent an Nel beteiligt und rund 33 Millionen US-Dollar investiert. Mit dem Einzug in das Kontrollgremium festigt der strategische Partner, der Nel bereits als bevorzugten globalen Wasserstofflieferanten ausgewählt hat, nun seine formelle Machtposition.
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Während die Governance-Strukturen klarer werden, bleibt die operative Entwicklung ein Diskussionspunkt. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz um 31 Prozent auf 963 Millionen Norwegische Kronen, was das Management mit unregelmäßigen Lieferplänen bei Großprojekten begründete. Dem gegenüber steht ein massiver Auftragseingang, der allein im vierten Quartal um 364 Prozent in die Höhe schoss. Das Problem liegt in der Umsetzung: Die Umwandlung dieses Rekordbestands in realisierte Erlöse verläuft schleppend.
Analysten reagierten zuletzt zurückhaltend auf diese Verzögerungen. Berenberg senkte das Kursziel von 2,60 auf 2,30 NOK und beließ die Einstufung auf „Hold“. Citigroup zog kurz darauf nach und reduzierte die Zielmarke auf 2,40 NOK. An der Börse spiegeln sich diese gemischten Signale in einer Seitwärtsbewegung wider. Aktuell notiert das Papier bei 0,19 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn nahezu unverändert exakt auf dem Niveau seines 50-Tage-Durchschnitts.
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Neue Technologie als Hebel
Hoffnung ruht derweil auf der neuen druckbeaufschlagten Elektrolyseur-Plattform, deren kommerzieller Start für die erste Jahreshälfte 2026 geplant ist. Die Technologie soll den Platzbedarf um bis zu 80 Prozent reduzieren und die Kosten erheblich senken. Unterstützt wird das Projekt durch EU-Fördermittel in Höhe von bis zu 135 Millionen Euro, was einen Großteil der förderfähigen Ausgaben deckt.
Die technologischen Fortschritte und die starken Auftragszahlen müssen sich nun in der Bilanz niederschlagen. Konkrete Daten zur aktuellen operativen Entwicklung liefert das Management am 22. April mit der Vorlage der Erstquartalsergebnisse. Bis zu diesem Termin hat das Unternehmen eine strikte Kommunikationssperre verhängt und steht für Investorengespräche nicht zur Verfügung.
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