Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel ASA hat ein verlustreiches Übergangsjahr hinter sich. Hohe Abschreibungen auf alte Technologien drückten die Bilanz 2025 tief ins Minus. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Kommerzialisierung seiner neuen Elektrolyseur-Plattform voran und verzeichnete zuletzt einen rasanten Anstieg der Auftragseingänge.
Harter Schnitt in der Bilanz
Die jüngsten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 zeigten ein zweigeteiltes Bild. Einem Nettoverlust von 870 Millionen Norwegischen Kronen (NOK) standen Auftragseingänge von 686 Millionen NOK gegenüber – ein Plus von 364 Prozent im Vorjahresvergleich. Verantwortlich für das tiefe Minus waren primär nicht-zahlungswirksame Abschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK auf Anlagen der ersten Generation. Das Management vollzieht damit einen klaren Schnitt und richtet den Fokus vollständig auf die neue „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform.
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Für diese neue Technologie hat der Vorstand Ende 2025 die Industrialisierung beschlossen. Am Standort Herøya soll die erste Ausbaustufe mit einer Kapazität von einem Gigawatt entstehen. Die Kosten von rund 300 Millionen NOK werden zu etwa 60 Prozent durch den EU-Innovationsfonds gedeckt. Die Markteinführung des modularen Systems ist für das erste Halbjahr 2026 geplant und soll die bisher hohen Baukosten für Kunden durch standardisierte Container-Lösungen deutlich senken.
Starker Partner aus Südkorea
Ein wesentlicher Baustein der neuen Ausrichtung ist der Einstieg von Samsung E&A. Der südkoreanische Anlagenbauer hat sich mit 9,1 Prozent an Nel beteiligt und die Norweger zum bevorzugten globalen Wasserstoffpartner ernannt. Samsung integriert die Nel-Technologie bereits in seine eigene „CompassH2“-Lösung für komplette Wasserstoffanlagen. Diese Kooperation öffnet einen wichtigen Vertriebskanal für zukünftige Großprojekte im globalen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Thyssenkrupp Nucera oder ITM Power.
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An der Börse honorieren Anleger die jüngsten operativen Fortschritte mit einem leichten Aufwärtstrend, wodurch das Papier auf Sicht von 30 Tagen rund 13 Prozent zulegen konnte und aktuell bei 0,21 Euro notiert. Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird sich an zwei Terminen im April konkretisieren:
- April 2026: Ordentliche Hauptversammlung
- April 2026: Veröffentlichung der Q1-Geschäftszahlen
Der Bericht zum ersten Quartal liefert den ersten harten Indikator dafür, ob sich der starke Auftragseingang aus dem Vorquartal in kontinuierliche Umsätze übersetzen lässt. Mit liquiden Mitteln von rund 1,6 Milliarden NOK verfügt Nel ASA über das nötige Kapital, um die Produktion der neuen Plattform hochzufahren und die Fertigungsprozesse in den kommenden Monaten zu optimieren.
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