Nel ASA Aktie: Überraschende Wende

Der Wasserstoffpionier Nel ASA meldet sinkende Umsätze und hohe Verluste, doch ein Rekordauftragseingang sorgt für Kursgewinne und signalisiert eine Trendwende.

Nel ASA Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsverlust durch hohe Sonderabschreibungen
  • Auftragseingang erreicht zweitbestes Ergebnis der Geschichte
  • Fokus auf neue Generation von Elektrolyseuren
  • Starke Liquidität für Produktionsausbau vorhanden

Der Wasserstoff-Spezialist Nel ASA legte gestern Zahlen vor, die auf den ersten Blick alarmierend wirkten: sinkende Umsätze und ein massiver Verlust. Dennoch drehte die Aktie im Handelsverlauf ins Plus. Der Grund für die Erleichterung der Anleger liegt im Auftragsbuch, das nach einer langen Durststrecke ein unerwartet starkes Comeback feiert.

Hohe Abschreibungen belasten das Ergebnis

Die reinen Finanzkennzahlen für das vierte Quartal 2025 fielen zunächst ernüchternd aus. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 21 Prozent auf 330 Millionen NOK. Unter dem Strich weitete sich der Nettoverlust drastisch auf 870 Millionen NOK aus (Vorjahr: -64 Millionen NOK).

Verantwortlich für dieses Minus waren jedoch primär nicht-operative Faktoren: Nel nahm Sonderabschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK vor. Diese Wertberichtigungen betreffen vor allem ältere Produktionsanlagen für alkalische Elektrolyseure und immaterielle Vermögenswerte. Das Management bereinigt damit die Bilanz, um sich voll auf die Technologieplattform der nächsten Generation zu konzentrieren. Das EBITDA blieb mit -36 Millionen NOK stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

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Auftragslage rettet die Stimmung

Dass der Kurs dennoch zulegte, liegt an der Entwicklung der Neubestellungen. Mit einem Auftragseingang von 686 Millionen NOK verzeichnete das Unternehmen das zweitbeste Quartalsergebnis seiner Geschichte. Dies markiert eine signifikante Trendwende gegenüber dem dritten Quartal, als die Bestellungen fast vollständig eingebrochen waren.

Der Auftragsbestand wuchs dadurch auf 1,3 Milliarden NOK an. Besonders ein Großauftrag über 50 Millionen US-Dollar für PEM-Elektrolyseure sowie Projekte in der Schweiz und Norwegen stützten diese Entwicklung. Der Markt zeigt damit eine klare Präferenz für standardisierte Container-Lösungen gegenüber komplexen, maßgeschneiderten Großanlagen.

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Strategischer Fokus und Ausblick

Nel nutzt die vorhandene Liquidität von über 1,6 Milliarden NOK, um die Produktion im Werk Herøya massiv auszubauen. Unterstützt durch den EU-Innovationsfonds fließen Investitionen in die neue Generation druckbeaufschlagter alkalischer Elektrolyseure.

Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun auf die operative Exekution. Der kommerzielle Start der neuen Produktionslinie ist für das erste Halbjahr 2026 geplant, industrielle Auslieferungen sollen ab 2027 erfolgen. Die gefüllten Auftragsbücher bieten dem Unternehmen die nötige Planungssicherheit, um diese Übergangsphase zu überbrücken.

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