Nel ASA rutscht weiter ab. Am Dienstag verliert die Aktie 2,61 Prozent und rutscht auf 0,1938 Euro. Damit nähert sich der norwegische Wasserstoff-Konzern gefährlich seinem 52-Wochen-Tief von 0,1731 Euro aus Ende Februar.
Der Kurs liegt inzwischen fast 20 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,2422 Euro. Das zeigt: Der Abwärtstrend hat sich beschleunigt, nicht abgeschwächt. Der RSI von 35,5 signalisiert eine fast überverkaufte Aktie – ein klares Bodenbildungssignal ist das aber noch nicht.
Ein CEO auf Abruf
Der eigentliche Belastungsfaktor sitzt nicht im Chart, sondern in der Chefetage. Håkon Volldal kündigte am 15. Juni seinen Rücktritt als CEO an. Er führt Nel während einer sechsmonatigen Kündigungsfrist weiter, bis ein Nachfolger feststeht.
Genau das sorgt für Unruhe. Der Verwaltungsrat unter Vorsitz von Arvid Moss hat einen formellen Auswahlprozess gestartet. Bis Ende Juli gibt es jedoch keinen Namen, keine Ankündigung, keine Klarheit. Für Investoren bedeutet das: Sie wissen nicht, wer die Industrialisierungsstrategie und den Ausbau der neuen Alkali-Plattform künftig verantwortet.
Genau diese Unsicherheit trifft eine Aktie, die ohnehin schon unter Druck steht, besonders hart.
Geopolitik verschärft das Risiko-Klima
Die Führungsfrage trifft Nel in einem schwierigen Marktumfeld. Eine eskalierende Krise im Nahen Osten belastet derzeit globale Energie-Lieferketten. Westliche Industrienationen überdenken ihre geopolitischen Abhängigkeiten neu.
Der langfristige Trend zu autarken Energielösungen in Europa und Nordamerika bleibt zwar ein Treiber für grüne Technologien. Kurzfristig dominiert aber Risikoscheu die Märkte, ausgelöst durch Handelsspannungen und regulatorische Verschiebungen.
Nel selbst steht operativ nicht schlecht da. Der Auftragsbestand lag zum Ende des zweiten Quartals bei rund 1,2 Milliarden norwegischen Kronen. Im Mai brachte das Unternehmen zudem seine neue PA-Series auf den Markt, eine druckbeaufschlagte Alkali-Plattform. Sie soll die Wasserstoffkosten durch einfacheres Projekt-Engineering senken.
Blick auf das dritte Quartal
Die nächsten Zahlen liefert Nel am 21. Oktober mit dem Quartalsbericht für Q3. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem auf zwei Dinge reagieren: Neuigkeiten zur CEO-Suche und die Frage, ob sich der Chart stabilisiert.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Verlust von etwa 0,315 norwegischen Kronen je Aktie. Bei einer annualisierten Volatilität von knapp 29 Prozent bleibt unklar, ob das bisherige 52-Wochen-Tief als Auffanglinie hält – oder ob der fehlende Nachfolger als Katalysator für eine weitere Verkaufswelle wirkt.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 28. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

