Aufträge in Rekordhöhe, Umsatz im Keller — und jetzt Funkstille. Nel ASA steckt mitten in einer Pflicht-Kommunikationspause vor dem Q1-Bericht am 22. April. Für Aktionäre, die seit Monaten auf einen Durchbruch warten, ist das eine unbequeme Situation.
Riesige Lücke zwischen Auftrag und Umsatz
Das Zahlenwerk aus 2025 beschreibt einen klaren Widerspruch. Im vierten Quartal schnellte der Auftragseingang um 364 Prozent auf NOK 686 Millionen hoch — getrieben von einem Großauftrag in der PEM-Sparte, die allein 93 Prozent der neuen Bestellungen ausmachte. Der Gesamtauftragsbestand überstieg NOK 1,3 Milliarden.
Der Umsatz lief in die entgegengesetzte Richtung. Im selben Quartal sanken die Erlöse aus Kundenverträgen um 20 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 fiel der Umsatz um 31 Prozent. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von NOK 1,27 Milliarden, maßgeblich durch Abschreibungen verursacht.
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Das Management erklärt die Lücke mit unregelmäßigen Lieferplänen bei Großprojekten. Kein Wunder, dass Investoren zunehmend ungeduldig werden.
Neue Plattform, alte Risiken
Längerfristig verfolgt Nel zwei parallele Wege. In der ersten Jahreshälfte 2026 plant das Unternehmen den kommerziellen Start einer neuen Druckalkalielektrolyseur-Plattform. Das System soll bis zu 60 Prozent günstiger herzustellen sein und erhält EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro. Die ersten Investitionen für die Produktionskapazität im Gigawatt-Bereich beziffert Nel auf rund NOK 300 Millionen vor Subventionen — geplant für 2026 und 2027.
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Parallel dazu droht am Standort Herøya weiterer Abschreibungsbedarf. Nel prüft die Buchwerte zweier stillgelegter Produktionslinien. Das Unternehmen geht mit einer Liquiditätsreserve von rund NOK 1,6 Milliarden in das zweite Quartal — ausreichend, aber kein komfortables Polster bei anhaltenden Verlusten.
Analysten bleiben vorsichtig
Berenberg und Citi halten beide an einer „Hold“-Einschätzung fest. Berenberg sieht ein Kursziel von NOK 2,30, Citi von NOK 2,40. Beide verweisen auf die schwer planbare Umwandlung von Aufträgen in Umsatz und offene Fragen zur Marktreife der neuen Technologieplattform. Die Aktie notiert aktuell bei rund NOK 2,16 — nahe dem Jahrestief von NOK 1,92.
Was der 22. April zeigen muss
Der Q1-Bericht ist der entscheidende Test. Er muss belegen, ob die starken Auftragseingänge aus dem zweiten Halbjahr 2025 endlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ankommen. Gelingt das nicht, dürfte das Vertrauen in die Wachstumsstory weiter bröckeln. Der nächste Datenpunkt folgt dann am 15. Juli mit dem Halbjahresbericht — bis dahin bleibt der Markt auf Signale aus dem April angewiesen.
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