Nel ASA hat mit seinen Zahlen für das erste Quartal 2026 ein vertrautes Bild geliefert: Der Umsatz ist leicht gesunken, die Verluste aber erneut geschrumpft. Entscheidender als die Quartalszahlen dürfte für viele Investoren der 6. Mai sein — dann stellt Nel seine neue Druckalkalyse-Plattform vor.
Umsatz gibt nach, Marge zieht an
Der Konzernumsatz fiel im ersten Quartal auf 148 Millionen Norwegische Kronen (NOK), ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 100 Millionen NOK — ein Plus von 15 Millionen NOK im Jahresvergleich. Der Nettoverlust sank von 179 auf 144 Millionen NOK.
Die beiden Sparten entwickelten sich gegenläufig. Die Alkaline-Division steigerte ihren Umsatz um sechs Prozent, während die PEM-Sparte 14 Prozent einbüßte. Bessere Projektabwicklung trieb die Produktmargen nach oben. Beim Personal hat Nel konsequent durchgegriffen: Die Belegschaft schrumpfte um 19 bis 26 Prozent, was die Personalkosten um ein Fünftel drückte.
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Auftragsbestand unter Druck
Der Auftragseingang im Quartal belief sich auf 85 Millionen NOK. Der Gesamtauftragsbestand lag zum Quartalsende bei 1,113 Milliarden NOK — ein Rückgang von 24 Prozent gegenüber Q1 2025. Nach dem Stichtag sicherte sich die PEM-Sparte allerdings einen Einzelauftrag über sieben Millionen US-Dollar, der in den Bestandszahlen noch nicht enthalten ist.
Die Kassenlage bleibt komfortabel. Nel verfügte zum Quartalsende über 1,443 Milliarden NOK an liquiden Mitteln. Hinzu kommt eine EU-Förderung von elf Millionen Euro, die im zweiten Quartal erwartet wird.
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Technologiestart als Wendepunkt
Am 6. Mai präsentiert Nel die neue druckbeaufschlagte Alkalyse-Plattform. Die Technologie soll die Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent und die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent senken — sofern die Versprechen im Praxisbetrieb halten. Für den Produktionsstandort Herøya in Norwegen wurde bereits die finale Investitionsentscheidung für eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt getroffen, unterstützt durch EU-Fördermittel von bis zu 135 Millionen Euro.
Parallel hat Nel seine Vergütungsstruktur für das Management reformiert. Das bisherige Aktienoptionsprogramm ohne Leistungsanforderungen wurde durch ein Performance-Share-Unit-Programm ersetzt, das konkrete Erfolgskriterien und mehrjährige Wartefristen vorsieht. Die jährlichen Zuteilungen sind auf 50 Prozent des Grundgehalts für den CEO begrenzt.
Die Nel-Aktie notiert aktuell bei rund 0,20 Euro und liegt damit knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, aber noch 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025. Den nächsten Gradmesser liefert Nel am 15. Juli mit dem Halbjahresbericht — bis dahin wird der Markt genau verfolgen, ob der Technologiestart vom 6. Mai neue Auftragsimpulse auslöst.
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