43 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn, ein 52-Wochen-Hoch — und das trotz rückläufiger Umsätze und eines massiven Auftragseinbruchs. Bei Nel ASA klaffen Kursentwicklung und operative Realität weit auseinander. Was Anleger antreibt, ist ein einziger Termin: der 6. Mai.
Quartalszahlen: Verluste schrumpfen, Umsätze auch
Die Q1-Zahlen für 2026 lieferten kein schönes Bild. Die Kundenerlöse sanken um fünf Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Der Nettoverlust schmolz allerdings auf 144 Millionen Kronen — nach 179 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Was Investoren aufhorchen ließ, war das Tempo des Umbaus. Die Personalkosten sanken um 21 Prozent. Das alkaline Segment legte beim Umsatz um sechs Prozent zu und verbesserte sein EBITDA-Ergebnis um 35 Millionen Kronen. Nel beendete das Quartal mit einer Liquiditätsreserve von 1,44 Milliarden Kronen — genug Puffer für laufende Operationen und die Entwicklung der neuen Plattform.
Insider-Kauf stoppt den Ausverkauf
Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen fiel die Aktie zunächst auf 2,20 Kronen. Dann griff Verwaltungsratschef Arvid Moss ein: Er kaufte 100.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 2,2547 Kronen — sein erster öffentlich bekannter Kauf. Die Reaktion war prompt. Am Folgetag legte der Kurs um 7,66 Prozent auf 2,53 Kronen zu.
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Samsung, EU-Förderung und ein stiller Auftragseingang
Im Hintergrund hat Nel strategisch Gewicht aufgebaut. Samsung Engineering & Construction hält seit März 2025 rund 9,1 Prozent an dem Unternehmen — erworben für etwa 33 Millionen US-Dollar — und ist damit größter Einzelaktionär. Nel wurde im Gegenzug zum bevorzugten globalen Wasserstoffpartner ernannt.
Die EU unterstützt die Industrialisierung der neuen Elektrolyseur-Plattform mit bis zu 135 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds. Das Geld soll eine jährliche Produktionskapazität von vier Gigawatt ermöglichen und könnte rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken. Nach dem Quartalsende sicherte sich Nel außerdem einen Auftrag über sieben Millionen US-Dollar für containerisierte Einheiten, die ab 2027 für europäische Wasserstofftankstellen und Industrieanwendungen geliefert werden sollen.
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Der 6. Mai als Wegmarke
Am Dienstag präsentiert Nel seine neue druckbasierte alkalische Elektrolyseur-Plattform — acht Jahre Entwicklungsarbeit. CEO Håkon Volldal verspricht einen 80 Prozent kleineren Platzbedarf, 40 bis 60 Prozent niedrigere Kapitalkosten und einen Energieverbrauch unter 50 Kilowattstunden pro Kilogramm Wasserstoff.
Es gibt jedoch einen Haken: Die beiden 500-Megawatt-Produktionslinien für atmosphärische Elektrolyseure im norwegischen Herøya stehen still. Der Launch der neuen Plattform könnte Abschreibungen auf diese Altanlagen auslösen — ein möglicher Einmaleffekt, der die ohnehin angespannte Bilanz zusätzlich belastet.
Volldal sagt, Nel stehe bereits in engem Austausch mit mehreren Kunden für Lieferungen nach dem Launch. Ob daraus bis zum Halbjahresbericht am 15. Juli konkrete Aufträge werden, entscheidet, ob die aktuelle Bewertung Substanz hat — oder nur Vorschuss ist.
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