Der Kurs hat sich seit dem Allzeithoch mehr als halbiert — und trotzdem liegen die Analystenerwartungen noch immer deutlich über dem aktuellen Niveau. Diese Schere ist selten. Sie deutet darauf hin, dass der Markt eine Krise einpreist, die in den fundamentalen Daten bislang kaum sichtbar ist.
Strategischer Zukauf mit klaren Zahlen
Nemetschek hat die Übernahme von HCSS bekanntgegeben, einem auf Infrastruktur- und Tiefbausoftware spezialisierten Anbieter aus den USA. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Umsatz von 215 Millionen Dollar bei einer EBITDA-Marge von 40 Prozent — solide Kennzahlen für ein Softwarehaus in diesem Segment.
HCSS wird in das Build-Segment integriert. Finanziert wird die Transaktion unter anderem über die Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo, die im Gegenzug 28 Prozent der Anteile an eben diesem Segment übernimmt. Die Aktionärsstruktur von Nemetschek selbst bleibt unverändert. Den Abschluss erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2026, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
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Die Transaktion kommt nicht ohne Preis: Die Refinanzierung bestehender HCSS-Verbindlichkeiten erhöht die Nettoverschuldung um rund 450 Millionen Euro. Einen genauen Kaufpreis nannte Nemetschek nicht.
Markt reagiert verhalten
Die erste Reaktion an der Börse fiel nüchtern aus. Im frühen Handel zeigte sich der Titel bei rund 60 Euro kaum bewegt — kein Kurssprung, aber auch kein Abverkauf. Das passt zum aktuellen Bild einer Aktie, die sich seit ihrem Hochpunkt erheblich verbilligt hat, ohne dass die Analystengemeinde die Gewinnerwartungen annähernd in gleichem Maße zurückgeschraubt hätte.
Genau diese Diskrepanz zwischen Kursniveau und Konsensschätzungen bleibt das eigentliche Gesprächsthema. Mit dem HCSS-Zukauf signalisiert das Management jedenfalls, dass man das Wachstumstempo im Build-Segment trotz des eingetrübten Marktumfelds aufrechterhalten will.
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